Ebola - Obama zeigte sich optimistisch im Kampf gegen Seuche

Washington/Freetown/Conakry (APA/Reuters) - US-Präsident Barack Obama hat sich optimistisch zum Kampf gegen Ebola in den Vereinigten Staaten...

Washington/Freetown/Conakry (APA/Reuters) - US-Präsident Barack Obama hat sich optimistisch zum Kampf gegen Ebola in den Vereinigten Staaten geäußert. Er sei überzeugt, dass die Kliniken in Texas und Ohio vorbereitet seien, falls die Viruserkrankung dort aufträte, sagte Obama am Mittwoch in Washington.

Eine Krankenschwester, die sich im texanischen Dallas bei der Behandlung eines Ebola-Patienten angesteckt hatte, war einen Tag vor dem Auftreten der ersten Symptome nach Ohio geflogen. In beiden Bundesstaaten gibt es deswegen Sorgen, dass sich die Krankheit ausbreiten könnte. Infizierte können Ebola übertragen, wenn sie Symptome wie Fieber oder Erbrechen aufweisen.

Insgesamt hatten sich zwei Krankenschwestern bei dem inzwischen verstorbenen Ebola-Patienten angesteckt. Die Fälle haben zu einer Diskussion innerhalb des amerikanischen Gesundheitssystems geführt, ob zum Schutz des Personals nicht auf gewisse Behandlungen verzichtet werden sollte, obwohl sie eigentlich angebracht wären. Drei große Krankenhausbetreiber sagten, diskutiert werde die Aufstellung von Listen, welche Eingriffe bei Ebola-Patienten nicht vorgenommen werden sollten. Alternativ könnte man auch den behandelnden Ärzten die Entscheidung überlassen.

Der Medizinethiker Kevin Donovan von der Georgetown University erklärte, auch er habe zahlreiche Anfragen zu dem Thema erhalten. „Es ist ethisch inakzeptabel, grundsätzlich auf diese Behandlungsangebote zu verzichten“, warnte er. Der Medizinhistoriker Howard Markel von der University of Michigan sprach von einem Rückfall in eine Vorgehensweise aus früheren Jahrhunderten, als Ärzte viel stärker Gefahr liefen, sich bei ihren Patienten anzustecken. „Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie diese virale Bedrohung aus dem 21. Jahrhundert uns ins 18. Jahrhundert zurückgezerrt hat“, sagte er.

Ebola grassiert vor allem in Westafrika, wo sich nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation etwa 10.000 Menschen angesteckt haben. Etwa die Hälfte der Patienten überlebte die Infektion nicht.