Ebola - Guinea will Familien verstorbener Helfer entschädigen

Freetown/Conakry/Monrovia (APA/AFP) - Guinea will die Familien von Ärzten, Pflegekräften und anderen Helfern, die infolge ihrer Arbeit im Ka...

Freetown/Conakry/Monrovia (APA/AFP) - Guinea will die Familien von Ärzten, Pflegekräften und anderen Helfern, die infolge ihrer Arbeit im Kampf gegen Ebola starben, mit jeweils 10.000 Dollar (7.800 Euro) entschädigen. Derzeit kämen 42 Familien für die Zahlungen infrage, sagte Ebola-Koordinator Sakoba Keita.

Demnach werden auch die Angehörigen von acht Mitgliedern eines Ebola-Teams entschädigt, die im September von wütenden Einwohnern der Stadt Wombley getötet wurden. Keita betonte, die Zahlungen würden nicht nur den Angehörigen von gestorbenen Ärzten und Pflegern zugutekommen. Auch die Familien von Trägern, Fahrern und weiteren Hilfskräften hätten Anspruch auf Entschädigung.

Zur Gesamthöhe der Zahlungen wollte sich der Ebola-Beauftragte nicht äußern. Nach seinen Angaben wurden sie bereits vor einem Monat beschlossen, doch mussten die Modalitäten zunächst noch mit der Weltbank geklärt werden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben seit Ausbruch der Epidemie im Frühjahr fast 4.900 Menschen an Ebola, die meisten davon in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone. Unter den Toten waren demnach 244 Ärzte und Pflegekräfte. In Guinea wurden laut WHO 904 Ebola-Tote gezählt, darunter 41 medizinische Helfer.