Benko angeblich wieder in Kontakt mit Metro wegen Kaufhof
Wien/DĂŒsseldorf - Der Tiroler Investor Rene Benko hat nach Informationen der deutschen âLebensmittel Zeitungâ wieder Kontakt zu Metro und Gr...
Wien/DĂŒsseldorf - Der Tiroler Investor Rene Benko hat nach Informationen der deutschen âLebensmittel Zeitungâ wieder Kontakt zu Metro und GroĂaktionĂ€r Haniel wegen Kaufhof aufgenommen. Der Kaufpreis soll bei 2,5 bis 2,7 Mrd. Euro liegen - deutlich mehr als bei der letzten Verhandlungsrunde vor drei Jahren, als Benko 2,1 Mrd. Euro geboten haben soll.
Signa-Sprecher dementiert Kaufabsichten
Ein Sprecher von Benkos Signa-Holding dementierte laut âLZâ entsprechende Kaufabsichten. Neben Benko soll mindestens noch ein Private-Equity-Unternehmen in Sachen Kaufhof mit Metro in Kontakt sein, schreibt die Zeitung. Der Konzern wollte den gesamten Vorgang nicht kommentieren. Konkrete Verhandlungen ĂŒber einen Verkauf der Metro-Tochter sollen noch nicht begonnen haben, beruft sich die âLebensmittel Zeitungâ auf gut informierte Kreise.
Benko, der mit seiner Gesellschaft Signa Retail im August die deutsche Warenhauskette Karstadt komplett ĂŒbernommen hatte, braucht die Kaufhof-HĂ€user, um daraus gemeinsam mit Karstadt ein attraktives Portfolio zu schmieden. Zuvor muss Benko aber das Karstadt-Netz bereinigen. Erste Schritte in diese Richtung sollten bei der heutigen Aufsichtsratssitzung besprochen werden.
Profitable Karstadt-Filialen mit Kaufhof zusammenfĂŒhren
Die HĂ€user, die nicht mehr ins Konzept passen, könnten auch in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden. Die zukunftsfĂ€higen Karstadt-Filialen wĂŒrden dann mit Kaufhof zusammengefĂŒhrt. Allerdings mĂŒssen bei Doppelstandorten wohl auch HĂ€user der Metro-Tochter aussortiert werden. Wie viele von den insgesamt 188 Kaufhof- und Karstadt-HĂ€usern in Deutschland am Ende ĂŒbrig bleiben, dazu gibt es unterschiedliche Szenarien. So gehen einige Experten von 140 HĂ€usern aus, die weiterbetrieben werden. Andere sprechen von nur 120 Filialen.
Ein Teil der Kaufhof-Standorte soll dem Vernehmen nach in die sogenannte KaDeWe Group ĂŒberfĂŒhrt werden, in der Benko bisher die drei Top-Karstadt-HĂ€user gebĂŒndelt hat. Laut Insidern hĂ€tten bis zu zehn Kaufhof-Filialen das Potenzial dazu, darunter beispielsweise die HĂ€user in Frankfurt und Köln. (APA)
Kommentare