Russland-Probleme brocken GM höhere Verluste in Europa ein
Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Der Gegenwind im Russland-Geschäft drückt die Opel-Mutter General Motors (GM) in Europa tiefer in die rot...
Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Der Gegenwind im Russland-Geschäft drückt die Opel-Mutter General Motors (GM) in Europa tiefer in die roten Zahlen. Dort weitete sich der operative Verlust im vergangenen Quartal um 63 Prozent auf 387 Mio. Dollar (304,89 Mio. Euro) aus, teilte der größte US-Autobauer am Donnerstag mit.
Er verwies insbesondere auf Probleme auf dem russischen Markt - auch als Folge der westlichen Sanktionen. Dort machten GM hohe Abschreibungen zu schaffen. Die Gesamtbelastungen des Konzerns summierten sich auf 300 Mio. Dollar im vergangenen Vierteljahr. Dazu zählten allerdings wesentlich auch Kosten für Flutschäden im GM-Technologiezentrum.
Die im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen veranlassten das Unternehmen, in dem Land die Produktion zurückzufahren und massiv Personal abzubauen. Vor diesem Hintergrund hatte Konzernchefin Marry Barra bereits Anfang des Monats eingeräumt, dass GM in Europa erst 2016 in die Gewinnzone zurückkehren dürfte. Bisher hatte die Tochter Opel dies für Mitte des Jahrzehnts in Aussicht gestellt - nach einer Durststrecke von mehr als zehn Jahren mit Verlusten.
Auf anderen Märkten erzielte der Autohersteller allerdings Erfolge und damit einen höheren Konzerngewinn als erwartet. „Starke internationale Absätze und wachsende Margen in Nordamerika und China trugen dazu bei, dass GM sehr solide Zahlen im dritten Quartal lieferte“, erklärte Barra. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 1,4 Mrd. Dollar. Vor Sonderposten lag das Ergebnis etwas über den Prognosen von Branchenexperten. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist geringfügig auf 39,3 von 39,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten allerdings etwas mehr erwartet.
~ ISIN US37045V1008 WEB http://www.gm.com/ ~ APA442 2014-10-23/15:31
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