Früherer DDR-Außenminister für NATO-Beitritt Österreichs
Wien (APA) - Der frühere DDR-Außenminister Markus Meckel spricht sich angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen für eine NATO-Mitgli...
Wien (APA) - Der frühere DDR-Außenminister Markus Meckel spricht sich angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen für eine NATO-Mitgliedschaft Österreichs aus. „Faktisch profitiert ja auch Österreich schon von dem sicherheitspolitischen Umfeld, das die NATO geschaffen hat“, sagte Meckel im Gespräch mit der APA.
Als Argument führt der Sozialdemokrat, der als evangelischer Pastor der Opposition unter der ostdeutschen Diktatur angehörte, eine größere Gestaltungsmacht ins Feld. Die NATO erlaube es, Sicherheit nicht mehr nach nationalen Kategorien, sondern integriert zu gestalten und damit Mittel effektiver zu nutzen.
Auch die EU sollte sich in diese Richtung entwickeln, sagte Meckel, der zwei Jahrzehnte lang für die SPD im gesamtdeutschen Parlament saß. Die Rolle seines Heimatlands beurteilt er kritisch. Deutschland habe keinesfalls eine Vormachtstellung in Europa, wie mancherorten kritisiert werde. „Ich würde eher behaupten, dass Deutschland viel zu zurückhaltend ist, außenpolitische Verantwortung wahrzunehmen.“
Der Politiker und Präsident der Deutschen Kriegsgräberfürsorge wird heute, Freitag, bei einer Veranstaltung des Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung in der Diplomatischen Akademie in Wien sprechen.
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