Deutsche Alzheimer-Forscher schaffen Sprung an Börse Amsterdam
Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Biotech-Firma Probiodrug hat den Sprung an die Amsterdamer Börse Euronext geschafft. Allerdings musst...
Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Biotech-Firma Probiodrug hat den Sprung an die Amsterdamer Börse Euronext geschafft. Allerdings musste das 1997 gegründete, auf die Alzheimer-Forschung spezialisierte Unternehmen aus Halle/Saale sich mit einem Erlös von rund 22,5 Mio. Euro statt der erhofften 32 Mio. Euro begnügen.
Die Aktien seien am unteren Ende der Preisspanne, zu je 15,25 Euro ausgegeben worden, teilte Probiodrug am Donnerstagabend mit. Verkauft wurden nur 1,52 Millionen der bis zu 1,7 Millionen angebotenen Papiere. Davon gingen gut zwei Drittel an einige der Investoren, die Probiodug bereits bisher das Wachstum finanziert hatten. Zu ihnen zählen BB Biotech aus der Schweiz, Edmond de Rothschild und Biogen Idec aus den USA. Von ihnen haben die Hallenser Forscher nach eigenen Angaben bisher 71 Mio. Dollar (56 Mio. Euro) Anschubfinanzierung erhalten.
Die Erstnotiz an der Euronext ist für den kommenden Montag geplant. An die Börse begleitet wird das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt von der niederländischen Bank Kempen & Co.
Probiodrug arbeitet an Medikamenten, die die Alzheimer-Krankheit lindern oder den Fortschritt der Demenz bremsen sollen. Vorstandschef Konrad Glund erklärte, die Einnahmen aus dem Börsengang reichten aus, um mit der klinischen Entwicklung des aussichtsreichsten Wirkstoffs von Probiodrug fortzufahren, der bei Alzheimer-Patienten im frühen Stadium eingesetzt werden soll. Die Studien, die für die Zulassung dieses und anderer Medikamente vonnöten sind, finden zum Teil an der Universität Amsterdam statt - ein Grund für die Wahl des Börsenplatzes, wie Glund erklärt hatte. Umsätze erzielt Probiodrug noch nicht.
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