Landespolitik

Gemeindevorstand ortet „Menschenhatz“

Kematen – Geschlossen stellte sich gestern die Kemater Opposition hinter Gemeindevorstand Elmar Michael (Gemeinsam für Kematen). Dieser stan...

Kematen –Geschlossen stellte sich gestern die Kemater Opposition hinter Gemeindevorstand Elmar Michael (Gemeinsam für Kematen). Dieser stand zuletzt massiv in der Kritik: BürgermeisterRudolf Häusler (Unser Kematen) sieht sich durch eine Aussage Michaels ins „Nazi-Eck“ gestellt. „Mir liegt es fern, jemanden ins rechte Eck zu stellen. Die Vorwürfe gegen mich sind geschäftsschädigend und ehrenrührig“, erklärte Michael und sprach in diesem Zusammenhang sogar von einer „Menschenhatz“.

Die kritisierte Aussage von Elmar Michael sei aus dem Diskussionszusammenhang gerissen worden und subjektiv interpretiert worden, betonte Listenkollege Manfred Jordan. In den Hintergrund rücke das eigentliche Problem: BM Häusler habe eine Bürgerin, die gegen eine mögliche Aufschüttung zur Sanierung des Winkelbergwegs Unterschriften gesammelt hat, mit Vorwürfen konfrontiert, sagt Christian Markl. „Die Leute haben ja Angst, wenn ihnen der Bürgermeister sagt, sie hätten was falsch gemacht“, glaubt Markl.

Die Austritte von drei Mitgliedern der Liste Gemeinsam für Kematen als Reaktion auf den Sager seien zu bedauern, aber auch zu respektieren, erklärte Jordan. Ein von der Bürgermeisterliste und SPÖ geforderter Rücktritt kommt für Michael jedenfalls nicht in Frage. „Ich trete sicher nicht zurück.“ Genauso wenig sehen die Listenkollegen eine Veranlassung dazu, sich von der Aussage Michaels zu distanzieren. Wenngleich die Opposition betont, sich von jeglichem nationalsozialistischem Gedankengut zu distanzieren. (dd)