EU-Klimaziele - Für Faymann trotz Abstrichen ein „gutes Zeichen“
Brüssel (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sieht trotz Abstrichen beim am EU-Gipfel verabschiedeten Klima- und Energiepaket das vorl...
Brüssel (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sieht trotz Abstrichen beim am EU-Gipfel verabschiedeten Klima- und Energiepaket das vorliegende Ergebnis als „gutes Zeichen“. „Wir sind jedenfalls einen Schritt voraus für die Verhandlungen mit den USA oder China oder den Kontinenten auf dieser Welt, wo dringend etwas gemeinsames zustande zu bringen ist“, sagte Faymann Freitag am EU-Gipfel in Brüssel.
„Wir Österreicher hätten uns ein bisschen mehr vorstellen können. Aber in einer Diskussion von 28 ist entscheidend, dass ein Ergebnis zustande kommt. Das ist noch nicht offiziell abgestimmt. Aber allein, dass wir zu einem Ergebnis kommen, davon gehe ich aus, ist ein gutes Zeichen.“ Immerhin „waren die Positionen so weit auseinander wie Nord und Süd“, erklärte der Kanzler.
Dies sei auch der Grund, warum es doch Abstriche gab. „Wenn sich zwei treffen, und verschiedener Meinung sind, muss man sich in der Diskussion zusammen streiten. Entscheidend ist, was bleibt über. Und es bleibt ein 40 Prozent-Ziel (für die CO2-Reduktion, Anm.) über, das für viele Länder eine harte Voraussetzung ist, um es überhaupt erreichen zu können. Noch dazu in schwierigen Zeiten. Ich gehe davon aus, dass wir unsere Hausaufgaben in Österreich erledigen können.“
Der EU-Gipfel hatte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Paket 40:27:27 erzielt. Das bedeutet, dass die Treibhausgase bis 2030 bezogen auf 1990 um mindestens 40 Prozent sinken müssen, der Anteil der erneuerbaren Energien auf mindestens 27 Prozent steigen soll und auch 27 Prozent für die Energieeffizienz vorgesehen sind. Ursprünglich war ein Paket 40:30:30 angepeilt worden.
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