TT-Interview

Kurt Jara: „Ich würde Pacult ins Tivoli holen!“

Warum er kein Amt im Fußball mehr anstrebt, wie er die Lage des FC Wacker sieht und wen er als Trainer favorisieren würde, lässt Ex-FC-Tirol-Meistertrainer Kurt Jara aus Spanien ausrichten.

Wie sehen Sie die Trainerentlassung?

Jara: Meiner Meinung nach wurde der Falsche geschickt. Kirchler und Streiter sind jetzt Geschichte und der Sportdirektor ist weiter im Amt. Wo war denn der, als es nicht lief? Gerade in solchen Momenten muss der Sportdirektor Flagge zeigen und so dem Trainer zur Seite stehen.

Würde Sie das Amt des Sportdirektors oder eine Funktion als Sportvorstand reizen?

Jara: Endgültig nicht mehr. Ich hab’ mir letzte Woche Levante gegen Real angeschaut und sitze am Wochenende in Valencia auf der Tribüne. Ich gehe nächstes Jahr in Pension und werde dem Fußball wohl nur noch als interessierter Zuschauer erhalten bleiben. Als Sportvorstand mit Ferndiagnosen aufzuwarten, ist auch nicht meine Sache.

Das Anforderungsprofil des neuen Trainers?

Jara: Er muss Qualität haben, soll begeistern können und erfahren sein. Unter dem Strich käme Guardiola heraus. Umgelegt auf den Kandidatenkreis des FC Wacker wäre für mich Peter Pacult wohl die beste Lösung. Er hat die Erfahrung, zudem einen Tirol-Bezug und ist auch eine Respektperson. Es muss nicht zwangsläufig ein Ausländer sein, weil es genug gute österreichische Trainer gibt.

Warum läuft es beim FC Wacker nicht?

Jara: Schwer zu sagen. Ich verfolge die Spiele im Fernsehen, habe das Heimspiel gegen den LASK im Tivoli gesehen und das war echt gut. Die momentane Negativserie hat auch mit den sogenannten Führungsspielern zu tun. Gerade von Andi Hölzl oder Jürgen Säumel muss viel mehr kommen.

Ein Wort zu den Transfers?

Jara: Die beiden letzten Neuzugänge hätte ich mir gespart, denn wer mitten unter der Saison zu haben ist, ist ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Ich hätte mir Geld gespart und dafür in eine richtige Verstärkung im Winter investiert.

Die Fragen stellte Wolfgang Müller