Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich den Handel Richtung Wochenende verlassen. Der Nikkei-225 Index in Tok...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich den Handel Richtung Wochenende verlassen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 152,68 Zähler oder 1,01 Prozent auf 15.291,64 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong büßte dagegen 30,98 Zähler (minus 0,13 Prozent) auf 23.302,20 Einheiten ein.
Auch die Märkte in Shanghai, Singapur und Sydney fanden keine klare Richtung. Der Shanghai Composite schloss praktisch unverändert um 0,14 Punkte oder 0,01 Prozent tiefer auf 2.302,28 Punkten. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.222,60 Zählern mit einem Minus von 13,90 Punkten oder 0,43 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg dagegen 29,4 Zähler oder 0,55 Prozent auf 5.399,30 Einheiten.
Für die Rückgänge an den chinesischen Börsen machten Anleger neben Konjunktursorgen auch die vielen Börsengänge in der jüngsten Vergangenheit verantwortlich. Dadurch könnten Aktien von kleineren Unternehmen nun weniger Mittel erhalten.
Im Handelsverlauf wurde zudem bekannt, dass in der US-Großstadt New York ein erster Ebola-Fall behandelt wird. Als Reaktion darauf zogen Pharmawerte stark an. Fujifilm Holdings verteuerten sich um 2,47 Prozent, nachdem das Unternehmen verkündet hatte, dass das Grippemittel Avigan in einer Versuchsreihe gegen Ebola von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eingesetzt werden könnte. Auf der Seite der Kursverlierer aufgrund der Neuerkrankung standen abermals Fluglinien. Japan Airlines gaben 0,55 Prozent ab, während ANA Holdings 0,29 Prozent an Höhe verloren.
Zusätzlich zum positiven Branchenumfeld konnten an der Börse in Sydney die Titel des Medizingeräteherstellers ResMed zum Höhenflug ansetzen. Grund dafür war ein sechs-prozentiger Umsatzanstieg auf 380 Mio. Dollar. Zudem stieg das Nettoeinkommen um drei Prozent auf 83,3 Mio. Dollar.
Entgegen den negativen Trend ihrer Branchenkollegen stellte sich die Fluglinie Qantas. Das Management der angeschlagenen Fluggesellschaft bestätigte, dass sich das Unternehmen weiterhin auf dem Pfad Richtung erstmaligem Gewinn in diesem Jahr befinde. Im letzten Monat sei die Passagieranzahl zudem um 2,7 Prozent angestiegen. Qantas flogen auf ein Plus von 3,64 Prozent.
Weniger gut fielen die Zahlen des größten SUV-Produzenten Chinas aus. Mit einem Gewinneinbruch um mehr als ein Fünftel knickten die Aktien von Great Wall Motor an der Börse in Shanghai um 6,68 Prozent ein. Einen Grund für den starken Rückgang nannte das Unternehmen nicht, jedoch nannten Experten die häufige Korrektur des Veröffentlichungsdatums des neuen H8-SUVs als möglichen Grund. Das Umfeld für Autoproduzenten in China gestaltete sich zudem schwieriger. Autoverkäufe wuchsen im September so wenig wie seit 19 Monaten nicht mehr.
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