USA behalten Kommandogewalt für Kriegsfall in Korea

Washington/Seoul (APA/dpa) - Die US-Streitkräfte sollen im Kriegsfall auf der koreanischen Halbinsel die Befehlsgewalt über die gemeinsamen ...

Washington/Seoul (APA/dpa) - Die US-Streitkräfte sollen im Kriegsfall auf der koreanischen Halbinsel die Befehlsgewalt über die gemeinsamen Truppen mit Südkorea behalten. Auf die erneute Verschiebung der Kommando-Übergabe verständigten sich US-Verteidigungsminister Chuck Hagel und sein südkoreanischer Amtskollege Han Min-koo am Donnerstag in Washington im Rahmen regulärer Sicherheitsberatungen.

Ein neuer Termin wurde nicht festgelegt. Die Verschiebung erfolgte auf Bitten Südkoreas, das sich von Nordkorea bedroht fühlt.

Die Entscheidung sei im Licht des Sicherheitsumfelds getroffen worden, „Nordkoreas Atom- und Raketen-Bedrohung eingeschlossen“, hieß es in einer gemeinsamen Verlautbarung. Hagel bekräftigte die Entschlossenheit der USA, Südkorea unter Einsatz aller Mittel „einschließlich des US-Atomschutzschirms“ zu verteidigen.

Ursprünglich war die Kommando-Übergabe für April 2012 geplant gewesen, dann aber auf Ende 2015 verschoben worden. Zurzeit dienen 28.500 US-Soldaten in Südkorea. Das Land hatte das Kommando an die US-geführten UN-Streitkräfte während des Korea-Kriegs (1950-53) abgetreten. Seoul hat die Befehlsgewalt in Friedenszeiten inne.