Oberösterreichische Grüne küren Kandidaten für Landtagswahl 2015

Linz (APA) - In Linz hat am Samstag die Landesversammlung der oö. Grünen begonnen, bei der die Wahl des Spitzenkandidaten sowie die Reihung ...

Linz (APA) - In Linz hat am Samstag die Landesversammlung der oö. Grünen begonnen, bei der die Wahl des Spitzenkandidaten sowie die Reihung der weiteren Bewerber für die Landtagswahl 2015 am Programm steht. Bundessprecherin Eva Glawischnig streute Landesrat Rudi Anschober, der seit elf Jahren Landesrat ist und voraussichtlich die Partei erneut in die Wahl führen dürfte, Rosen.

Die Parteichefin würdigte die „Pionierarbeit“ in Oberösterreich: Die Grünen hätten 2002 Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP auf Bundesebene „aus gutem Grund“ abgebrochen. Es sei sehr mutig gewesen, das 2003 dann auf Landesebene zu versuchen. Seither seien viele Impulse aus Oberösterreich gekommen, etwa die Anti-GVO-Allianz, an der mittlerweile bereits 66 europäischen Regionen beteiligt sind, oder Anschobers aktive Anti-Atom-Arbeit - zuletzt gegen die Subventionierung des britischen AKW Hinkley Point: „Ohne dein Zutun hätten wir es nicht geschafft, dass die Republik jetzt dagegen klagt.“

Glawischnig zählte die Wahlerfolge der Grünen bei den letzten Urnengängen auf. Als Kärntnerin freue sie vor allem über die „Wende in Kärnten“. „Die blauen Gangs sind aus ihren Ämtern endgültig abgesetzt.“ Viele hätten befürchtet, dass Österreich blau werden würde, wenn SPÖ und ÖVP zurückfallen. „Aber es ist bunter geworden, es ist grüner geworden.“ Glawischnig: „Ich will, dass die FPÖ nie wieder irgendwo an die Macht kommt.“ Die Freiheitlichen stünden für „Nachteiligkeit“, die Grünen hingegen für Nachhaltigkeit.

„Mit Sicherheit ein Grüner Erfolg“ sei auch, dass die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses nun ein Minderheitenrecht sei. Sie hoffe, dass dies auch präventiv wirken werde, weil „uns niemand mehr an Kontrolle hindern“ könne.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA062 2014-10-25/10:35