Ebola - 50 Menschen nach Tod von Patientin in Mali unter Quarantäne
Bamako (APA/AFP/dpa) - Nach dem Tod der ersten Ebola-Patientin in Mali sind 50 Menschen aus dem Umfeld des gestorbenen Mädchens unter Quaran...
Bamako (APA/AFP/dpa) - Nach dem Tod der ersten Ebola-Patientin in Mali sind 50 Menschen aus dem Umfeld des gestorbenen Mädchens unter Quarantäne gestellt worden. 43 Kontaktpersonen, unter ihnen acht Krankenhausmitarbeiter, stehen in Kayes im Südwesten des Landes unter medizinischer Beobachtung, wie das malische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte.
Dort war die Zweijährige am Freitag gestorben, nachdem sie sich im Nachbarland Guinea mit Ebola infiziert hatte. In Westafrika hat sich die Anzahl der Todesfälle unterdessen auf über 10.000 erhöht.
In Mali wurden zehn Menschen in der Hauptstadt Bamako unter Quarantäne gestellt. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums um Angehörige einer Familie, bei der sich das Mädchen und ihre Großmutter nach ihrer Rückkehr aus Guinea kurzzeitig aufhielten, bevor sie weiter in ihren Heimatort reisten. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, da das Mädchen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ansteckend gewesen sei. Während ihres Aufenthalts in Bamako habe die Patientin noch keine Krankheitssymptome gezeigt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprach dieser Darstellung. Erste Symptome wie Nasenbluten seien bereits aufgetreten, als sich das Mädchen noch in Guinea aufgehalten habe. Während ihrer Heimfahrt in einem Reisebus seien somit viele Menschen einer hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt gewesen, teilte die WHO mit. Die Lage in Mali sei somit äußerst ernst.
Nach Angaben der WHO vom Samstag sind mittlerweile 10.141 Menschen an der Seuche erkrankt. Davon sind 4.922 gestorben. Experten gehen weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus. Mehr als jeder zweite Todesfall wurde laut WHO in Liberia verzeichnet, dort starben 2.705 Patienten an Ebola. Die anderen beiden Seuchenschwerpunkte sind die Nachbarländer Sierra Leone und Guinea. In Mali ist bisher kein zweiter Fall bekannt. Einzelne Fälle traten auch in Spanien und den USA auf. Nigeria und der Senegal wurden inzwischen für Ebola-frei erklärt.
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