Ski alpin: Fenninger hat Schlüssel zum Sölden-Sieg gefunden

Sölden (APA) - Nervösität, Anspannung und Druck waren da, die Bedingungen schwierig, aber Anna Fenninger hat den Schlüssel zum Sieg in Sölde...

Sölden (APA) - Nervösität, Anspannung und Druck waren da, die Bedingungen schwierig, aber Anna Fenninger hat den Schlüssel zum Sieg in Sölden gefunden. Die Salzburgerin behält ihr Rotes Trikot als Gesamtweltcupsiegerin an, auch wenn sie es sich mit Mikaela Shiffrin, die ex aequo im Saison-Eröffnungs-Riesentorlauf auf dem obersten Podest mit ihr stand, teilen muss.

Als ob es keinen Sommer gegeben hätte, schloss Fenninger nahtlos an die Frühjahrsleistungen an. Saisonübergreifend feierte sie den fünften Sieg in einem Weltcup-Riesentorlauf in Folge („Das macht mich stolz, ist aber nur für die Presse wichtig“), solch eine Serie hatte zuletzt 2004/2005 die Schwedin Anja Pärson hingelegt, als sie ebenfalls die letzten vier Saisonrennen und dann das erste der neuen gewann.

„Natürlich habe ich mich gefragt, ob ich das wieder tun kann. Und sicher bin ich erleichtert, dass ich die Form mitgenommen habe. Aber zurücklehnen brauche ich mich nicht, das weiß ich. Es ist extrem eng, das hat man gesehen“, sagte Fenninger,

Sei sei einfach froh, dass sie das Söldenrennen so geschafft habe. „Weil es für mich immer eine große Herausforderung war. Es lässt mich beruhigter weiterarbeiten. Ich freue mich auf‘s nächste Monat. Ich kann mich auf das Skifahren konzentrieren. Und ich weiß, wenn ich mich auf mich konzentriere, dann funktioniert es“, sagte die 25-Jährige nach ihrem neunten Weltcupsieg, den vierten auf heimischen Boden nach Lienz (2) und Semmering.

Die schwierigen Verhältnisse mit ruppiger Piste und schlechter Sicht haben ihr auf dem Weg zum ersten Podestrang auf dem Rettenbachferner nach den Rängen 6, 5 und 4 viel abverlangt. „Ich musste alles zusammennehmen. Und wenn man vor einer großer Herausforderung steht, ist man meistens nervös. Ich hatte viel Druck auf meinen Schultern. Man muss sich überwinden, dass man es sich zutraut. Man weiß, man kann es, aber man soll es auch zeigen.“

Das Gefühl sei in beiden Läufen schlecht gewesen. „Im zweiten noch schlechter. Weil es so schwierig war. Wenn man eine ebene Piste hat und schön runterzieht, fühlt sich das Skifahren ja gut an. Wenn man runtergeschlagen wird, ist es nur ein Kampf. Da kann man schwer einschätzen, ob es gut war, oder nicht.“ Bis Dienstag will sie noch in Sölden trainieren, im Slalom von Levi wird sie nicht am Start sein, das nächste Rennen ist der Riesentorlauf Ende November in Aspen.

Anerkennende Worte von Shiffrin freuen Fenninger, sie gibt Komplimente gerne zurück. „Sie hat in ihrer jungen Karriere schon fast alles erreicht. Mika ist eine der größeren Sorte. Sie hat genauso den Killerinstinkt, den ich in mir habe. Sonst hätte sie nicht schon so viele Erfolge gefeiert. Aber ich bin gern in der Position, mich weiterzuentwickeln, wenn ich weiß, es drückt von hinten wer nach. Es ist cool“, meinte Fenninger.