Schweden verbietet US-Whisky-Getränk „Fireball“ wegen Propylenglykol

Stockholm (APA) - Schweden hat den Verkauf des aus den USA stammenden Whisky-Getränks „Fireball“ wegen zu hohen Gehalts von Propylenglykol (...

Stockholm (APA) - Schweden hat den Verkauf des aus den USA stammenden Whisky-Getränks „Fireball“ wegen zu hohen Gehalts von Propylenglykol (Propandiol) verboten. Das staatliche Alkoholmonopol „Systembolaget“ ordnete den Verkaufsstopp am Samstag nach einem Tipp aus dem Nachbarland Finnland an. Dort waren die zu hohen Werte bei einer Routinekontrolle der Inhaltsstoffe festgestellt worden.

Der Zimtwhisky „Fireball“ ist auch bei einigen Importeuren in Österreich erhältlich. Die in Flaschen verkaufte Spirituose ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen türkischen Energy-Drink.

Propylenglykol oder ist unter der E-Nummer 1520 als Lebens- und Genussmittelzusatz registriert. Es wird unter anderem in sogenannten elektrischen Zigaretten verdampft. In vielen herkömmlichen Produkten wird es gegen das Austrocknen des Tabaks verwendet. Es darf in der EU bis zu einem bestimmten Wert als Trägerstoff für Farbstoffe, Antioxidationsmittel, Emulgatoren und Enzyme verwendet werden. Verbreitet ist es außerdem in der Futtermittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie.

Während die Chemikalie als „gewöhnliches“ Zusatzmittel als weitgehend ungefährlich gilt, ist es in elektrischen Zigaretten wegen des Entstehens bestimmter Zerfallsprodukte (vor allem Aerosole) beim flüssigen Verdampfen umstritten. Der Grenzwert für Propylenglykol liegt in der EU bei 0,1 Gramm pro Kilogramm, während er laut schwedischen Angaben in den USA mit 5 Gramm pro Kilo wesentlich höher liegt.