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Direktzug von Innsbruck nach Lienz auf politischer Agenda

Seit Mitte Dezember 2013 gibt es keine schienengebundene Direktverbindung mehr zwischen Nord- und Osttirol. Die Opposition bringt im Dreier-Landtag am Dienstag einen erneuten Antrag für einen Direktzug ein.

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Schwaz – Eigentlich war der Direktzug von Innsbruck nach Lienz bereits Geschichte, doch durch einen Beschluss der Südtiroler Regierung wird das Thema wieder aktuell. Der Landtag von Südtirol, Tirol und Trentino tagt dieser Tage in Schwaz und wird sich auch erneut mit der Direktverbindung von Innsbruck nach Lienz über das Pustertal auseinandersetzen müssen. Die Gesamttiroler Opposition kündigte am Montag bei einer Pressekonferenz an, morgen einen gemeinsamen Antrag zum Ausbau direkter Zugverbindungen einzubringen.

Eigentlich fuhr am 14. Dezember 2013 ein „Trauerzug“ vom Lienzer Bahnhof ab. Denn der geschmückte Zug galt als letzte Schienenverbindung von Osttirol in die Landeshauptstadt. Seither verkehrt ein Bus auf dieser Route, der aber in Südtirol keine Haltestellen mehr vorsieht. Laut ÖBB erfüllten sich die Befürchtungen über Unpünktlichkeit aufgrund von Staus nicht, denn die Busverbindung sei zu 97 Prozent prünktlich, erklärte die Bundesbahnen vor kurzem.

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Die Diskussion fand aber einen neuen Anstoß, als der Südtiroler Landtag im Mai 2014 einstimmig den Beschluss fasste, sich für eine Wiedereinführung der Verbindung über das Pustertal einzusetzen. Die Tiroler Oppositionsparteien schlossen sich dem an und so kommt es am Dienstag zu einer neuen Abstimmung.

„Wir wollen für die Ost-, Süd- und Nordtiroler Bürger dieselbe Wahlfreiheit beim Öffi-Verkehr wie es sie ganz selbstverständlich in Nordtirol gibt. Wer Zug fahren will, soll das umsteigefrei tun können, wer den Bus nehmen will, auch“, betonte Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider am Montag. Die „eklatante Schlechterstellung der Ost- und Südtiroler Bevölkerung“ müsse ein Ende finden. Einen weiteren Nachteil für Bahnkunden sehen die acht Oppositionsparteien in der fehlenden Barrierefreiheit am Bahnhof Franzensfeste und durch einen anfallenden Eurocity-Zuschlag kommt das Umsteigen in Südtirol empfindlich teurer.

Das Land Südtirol habe eine faire Kostenbeteiligung am Direktzug beschlossen – damit liegt der Ball nun wieder bei der schwarz-grünen Tiroler Regierung. (tt.com, saku)


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