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Kein Vergleich im Prozess um Vorarlberger Mobbingopfer

Der 16-Jährige gab an, zwei Jahre lang im Bregenzer Bundesgymnasium gemobbt worden zu sein und klagte die Republik Österreich. Der Prozess wird am 14. Jänner fortgesetzt.

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(Symbolfoto)
© TT

Bregenz – Der Zivilprozess um einen Mobbing-Fall an einem Bregenzer Gymnasium wird am 14. Jänner fortgesetzt. Laut Vorarlberger Medienberichten vom Dienstag kommt ein außergerichtlicher Vergleich für den Kläger, einen 16-jährigen Schüler, und seinen Anwalt Sanjay Doshi nicht infrage. In dem Prozess gegen die Republik Österreich geht es um eine Schadenssumme von 21.000 Euro.

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Gespräche brachten kein Ergebnis

Bereits bei der ersten Tagsatzung vergangene Woche hatten die Eltern des Mobbingopfers erklärt, sich über Jahre hinweg mit der Schulleitung um einen gangbaren Weg bemüht zu haben. Statt aber die Anführer des Mobbings zurechtzuweisen, habe man den Eltern lediglich angeboten, den Sohn in eine andere Klasse zu versetzen. Dennoch hatte der zuständige Richter beide Prozessparteien aufgefordert, einen Vergleich anzustreben. Neuerliche Gespräche hätten allerdings keine Annäherung gebracht, erklärte der Anwalt des Jugendlichen. Der Prozess wird deshalb voraussichtlich wie geplant am 14. Jänner weitergeführt. Es ist dies der erste dieser Art in Österreich.

Zur Vorgeschichte: Der heute 16-jährige Kläger wurde im Bregenzer Bundesgymnasium Gallusstraße nach eigenen Angaben zwei Jahre lang gemobbt. Immer wieder habe es Aktionen seiner Mitschüler gegeben, die Eltern hätten bei der Schulleitung interveniert, doch unternommen habe diese wenig, so der Vorwurf des Klägers. Er habe psychisch sehr gelitten. Hauptsächlich als Schmerzensgeld für psychisches Leid fordert der 16-Jährige 21.000 Euro Schadenersatz von der Republik Österreich. Die Schule wies die Vorwürfe stets von sich, sie habe sich sehr wohl um das Problem gekümmert. (APA)

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