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Ermittler untersuchen Datenträger des terrorverdächtigen 14-Jährigen

Die Auswertung von Laptop und Mobiltelefon des Jugendlichen wird laut Staatsanwaltschaft „geraume Zeit“ in Anspruch nehmen. Über den Buben wurde U-Haft verhängt.

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(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

St. Pölten – Nach der Festnahme eines terrorverdächtigen 14-Jährigen, über den am Mittwochnachmittag in St. Pölten die U-Haft verhängt worden ist, beginnt für die Polizei nun die Detailarbeit. Es gehe etwa um Datenauswertung und um allfällige Hintermänner des Jugendlichen, war aus Ermittlerkreisen zu erfahren. Die Erhebungen würden noch Tage bzw. Wochen dauern.

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Laut Michaela Obenaus, Sprecherin der Staatsanwaltschaft St. Pölten, sind als Datenträger der Laptop und das Mobiltelefon des Jugendlichen sichergestellt worden. Mit der Auswertung, die auch nach ihren Angaben wohl „geraume Zeit“ in Anspruch nehmen werde, sollen die Aussagen des Schülers bei den Vernehmungen nachvollzogen werden.

„Keine Angaben“ machte Obenaus zu Medienberichten, wonach die Hinweise auf den nun Terrorverdächtigen aus der Schule und seitens der Mutter gekommen seien. Die Sprecherin verwies auf die laufenden Ermittlungen und darauf, dass niemand gefährdet werden solle.

Noch einmal klargestellt wurde am Donnerstag, dass bei den Plänen des 14-Jährigen kein Geld im Spiel gewesen sei. Medienberichte, wonach der Jugendliche im Internet „geködert“ worden sei und 25.000 Dollar für ein Attentat versprochen bekommen haben soll, könnten nicht bestätigt werden, hatte es bereits am Mittwochabend seitens der Landespolizeidirektion NÖ geheißen.

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Ermittlungen seit Anfang Oktober

Gegen den Schüler war seit Anfang Oktober ermittelt worden. Zuvor war die zunehmende Radikalisierung des Burschen durch Aussagen und Verhaltensweisen aufgefallen. Dienstagnachmittag wurde der 14-Jährige in St. Pölten festgenommen. Er soll sich u.a. im Internet kundig gemacht haben, wie man unkonventionelle Sprengvorrichtungen bauen könne. Selbige hätte er in größeren Menschenmengen zünden wollen, teilte die Landespolizeidirektion NÖ mit. Diesbezüglich hatte sich der Beschuldigte auch mit dem Westbahnhof in Wien auseinandergesetzt.

Das Landesgericht St. Pölten gab Mittwochnachmittag dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verhängung der U-Haft statt. Es bestehe „Verdunklungs-, Tatbegehungs- bzw. Tatausführungs- und Fluchtgefahr“. Der Jugendliche sei „dringend verdächtig, sich an einer terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben“, hieß es in einer Aussendung. Die erste Haftprüfung steht in 14 Tagen bevor. (APA)


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