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Afghanische First Lady verteidigt französischen Burka-Bann

Kabul/Paris (APA/AFP) - Die Frau des neuen afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani findet das französische Verbot der Ganzkörperverschleierung...

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Kabul/Paris (APA/AFP) - Die Frau des neuen afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani findet das französische Verbot der Ganzkörperverschleierung gut. Nikab und Burka würden Frauen daran hindern, sich frei zu bewegen und zu sehen, sagte Rula Ghani in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Weil der Nikab „ein bisschen wie Scheuklappen“ funktioniere, sei sie hinsichtlich des Verbots „völlig einverstanden mit der Regierung Frankreichs“. Die vollständige Verschleierung in der Öffentlichkeit wurde in Frankreich vor drei Jahren verboten.

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Die 66-jährige US-Libanesin mit christlichen Wurzeln sorgte in ihrer tief muslimischen und patriarchalischen Heimat schon im Frühjahr für Aufsehen: Während des Präsidentschaftswahlkampfes zeigte sie sich an der Seite ihres Mannes in der Öffentlichkeit. In Afghanistan ist es höchst unüblich, dass sich Ehefrauen politisch ins Rampenlicht stellen. In der 13-jährigen Präsidentschaft Hamid Karzais war dessen Frau Sinat praktisch unsichtbar geblieben.

Bei dem Interview im Präsidentschaftspalast in Kabul trug Rula Ghani ein Kopftuch der französischen Modemarke Hermes. Sie sei noch dabei, ihre eigene Rolle als First Lady Afghanistans zu finden, sagte Ghani. Sie hoffe aber, dass die Männer in ihrem Land zum Abschluss der fünfjährigen Amtszeit ihres Gatten „eine größere Bereitschaft haben, die Rolle ihrer Frauen anzuerkennen, wie auch immer diese aussieht“. „Mit einem Wort: mehr Respekt“, fasste sie ihr Anliegen zusammen.

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