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Zürcher Börse schließt deutlich im Plus

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit höheren Kursen aus dem Handel gegangen und hat damit die zweite Woche in...

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit höheren Kursen aus dem Handel gegangen und hat damit die zweite Woche in Folge mit einem deutlichen Plus beendet. Einzig am vergangenen Freitag und zu Beginn der nun abgelaufenen Woche stagnierte der SMI vorübergehend, ansonsten ging es bergauf.

Im Tagesverlauf kam der SMI an den bisherigen Jahreshöchststand vom September bei 8.874 Punkten bis auf rund 30 Punkte heran. Gestützt wurde die Stimmung zum Wochenende einerseits von guten Wachstumsdaten der US-Wirtschaft vom Vortag und andererseits von der überraschenden Lockerung der Geldpolitik durch die japanische Notenbank.

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Dies habe Spekulationen um eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die EZB genährt, hieß es in Marktkreisen. Die am Freitag in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten hinterließen dagegen kaum Spuren in den Aktienkursen. Die Ende September eingeleitete und rund bis Mitte Oktober gelaufene Korrektur des SMI wurde damit über die vergangenen zwei Wochen mehr als wettgemacht, womit sich für den nun abgelaufenen Monat Oktober doch noch eine positive Gesamtbilanz ergab. Auf Jahressicht verzeichnet der SMI nun wieder ein Plus von gut 7 Prozent.

Der SMI schloss am Freitag 1,36 Prozent höher bei 8.837,78 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 3,6 Prozent. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,31 Prozent auf 1.309,76 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,26 Prozent auf 8.691,83 Punkte. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen bis auf Lonza und Sika alle im Plus.

Von den wieder etwas freundlicheren Konjunkturaussichten profitierten einige zyklische Aktien wie Adecco (+2,4 Prozent), ABB (+1,7 Prozent) oder Richemont (+1,6 Prozent) stark. Richemont wird in der kommenden Woche ein Update zum Geschäftsverlauf nach neun Monaten liefern.

Den größten Ausschlag verzeichneten aber Lonza mit einem Minus von 8,6 Prozent. Der Chemie- und Pharmakonzern hat mit seinem Zwischenbericht für das dritte Quartal enttäuscht. Viele Marktteilnehmer hätten auf eine Erhöhung der Prognose spekuliert, hieß es im Handel. Diese Hoffnungen seien nun zunichte gemacht worden. Das Lonza-Management hat die Umsatzprognose auf unter 5 Prozent gesenkt und die Kern-Ebit-Guidance eines Wachstums von rund 10 Prozent bestätigt. Zudem belastete der Verzicht auf den Verkauf des Geschäfts mit Holzschutzmitteln.

Zusammen mit den Zyklikern standen die Banken an der Spitze, so legten Credit Suisse 2,4 Prozent zu, UBS 2,5 Prozent und Julius Bär 2,3 Prozent. Die UBS-Aktien wurden von der Zürcher Kantonalbank auf „Übergewichten“ hochgestuft, was ihnen allerdings nicht zu einem Vorsprung innerhalb der SMI-Banken verhalf.

Überdurchschnittliche Gewinne erreichten auch Swiss Re, Kühne+Nagel (je +1,8 Prozent) und Syngenta (+1,5 Prozent). Zu Syngenta wurde in Marktkreisen wieder auf ein mögliches Kaufinteresse des US-Konkurrenten Monsanto spekuliert.

Geberit (+1,4 Prozent) bestätigten das Kursplus vom Vortag. Der Sanitärtechnikkonzern hatte am Donnerstag ein starkes Neunmonatsergebnis vorgelegt, worauf die Aktien bereits über 4 Prozent zugelegt hatten.

Von den drei nach Marktkapitalisierung wichtigsten Aktien zeigten sich Novartis (+1,8 Prozent) fest, während Nestlé (+1,4 Prozent) im breiten Mittelfeld zu finden waren. Bei Roche (+0,1 Prozent) setzten kurz vor Schluss nach zwei starken Wochen erste Gewinnmitnahmen ein, was den Titel vorübergehend ins Minus purzeln ließ.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA507 2014-10-31/18:32


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