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Vermittler fordern zivile Übergangsregierung in Burkina Faso

Ouagadougou (APA/AFP) - Gesandte der Staatengemeinschaft haben die Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung in Burkina Faso gefordert und...

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Ouagadougou (APA/AFP) - Gesandte der Staatengemeinschaft haben die Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung in Burkina Faso gefordert und andernfalls mit Sanktionen gedroht. „Wir hoffen, dass es gemäß der Verfassung einen von einem Zivilisten geführten Übergang geben wird“, sagte der UNO-Sondergesandte für Westafrika, Mohamed Ibn Chambas, am Sonntag in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou.

Chambas hatte zuvor mit den Gesandten der Afrikanischen Union (AU) und der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS die Armeeführung um den Offizier Isaac Zida getroffen, die die Macht übernommen hatte.

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„Wir wollen die Verhängung von Sanktionen gegen Burkina Faso vermeiden“, sagte der UNO-Sondergesandte. Die Armeeführung versicherte demnach bei dem Treffen, die Botschaft der Staatengemeinschaft verstanden zu haben. Das Militär hatte nach Massenprotesten gegen den langjährigen Präsidenten Blaise Compaore in der Nacht auf Freitag die Macht übernommen. Die Verfassung des Landes schreibt eigentlich vor, dass der Parlamentspräsident in einer derartigen Situation das Amt des Staatschefs einnimmt, doch wurde sie von Zida außer Kraft gesetzt.

Deutschland verurteilte am Sonntag „die Übernahme der Staatsgewalt und die Außerkraftsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung durch das Militär“. Die Armee solle „unverzüglich“ die Macht wieder abgeben, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin. Wie zuvor schon die EU und die USA drängte die deutsche Regierung auf die schnellstmögliche Rückkehr zu verfassungsmäßigen Ordnung. Auch Vertreter der Opposition und der Zivilgesellschaft hatten am Samstag in Burkina Faso gegen die neue Militärregierung protestiert. Sie riefen für Sonntag zu Demonstrationen in Ouagadougou auf.

Auslöser der Proteste gegen Compaore war eine geplante Verfassungsänderung, die ihm eine erneute Verlängerung seiner Amtszeit erlauben sollte. Der 63-jährige Präsident, der vor 27 Jahren bei einem Putsch die Macht übernommen hatte, trat unter dem Druck der gewaltsamen Massenproteste am Freitag zurück und reiste in das benachbarte Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste).

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA120 2014-11-02/12:04


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