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Fall Nadina 2 - Ärzte sagten als Zeugen aus

Innsbruck (APA) - Im Fall Nadina sagten am vierten Prozesstag mehrere Ärzte, die das Mädchen während ihres Aufenthalts an der Innsbrucker Kl...

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Innsbruck (APA) - Im Fall Nadina sagten am vierten Prozesstag mehrere Ärzte, die das Mädchen während ihres Aufenthalts an der Innsbrucker Klinik und danach in Wien behandelt hatten, als Zeugen aus. Eine Neurologin des prächirurgischen Epilepsiezentrums erklärte, dass Nadina einen „schweren hypoxischen bis chemischen Hirnschaden“ habe und dieser vermutlich durch Sauerstoffmangel ausgelöst worden sei.

Außerdem habe man das Mädchen auf viele Stoffwechselerkrankungen untersucht, die ebenfalls verantwortlich für einen derartigen Hirnschaden sein könnten, um feststellen zu können, ob Nadina vor der Operation tatsächlich ein gesundes Kind war. „Unsere Untersuchungen ergaben jedoch, dass keine dieser Stoffwechselerkrankungen bei Nadina vorhanden war. Natürlich könnte es auch noch andere Vorerkrankung geben, zu 100 Prozent kann man so etwas nie abklären“, meinte die Neurologin.

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Der ebenfalls als Zeuge geladene Oberarzt der Innsbrucker Kinderintensivstation berichtete vor Richter Gerhard Melichar, dass Nadina aufgrund von Muskelzuckungen im Aufwachraum auf die Kinderintensivstation verlegt worden war. Dies trete bei Säuglingen nach einer Narkose jedoch durchaus öfter auf, sagte der Arzt. Von etwaigen Streckkrämpfen des Mädchens im Aufwachraum sei ihm nicht berichtet worden und er habe solche während seiner Dienstzeit auch nicht beobachtet, fügte er hinzu. Diese seien erst später aufgetaucht.

Pauser kritisierte indes die vorerst abwartende Behandlung von Nadina auf der Kinderintensivstation. „Es kam auf der Pädiatrie zunächst zu keinen weiteren abklärenden Untersuchungen, erst am dritten Tag wurde zur Untersuchung des Mädchens ein bildgebendes Verfahren eingesetzt“, beanstandete der Gutachter. Dies erklärte der Oberarzt mit dem guten Zustand des Mädchens zu diesem Zeitpunkt. „Das Kind war vollkommen unauffällig und in diesem Fall kann ich mit Behandlungen zuwarten, um das Kind zu schonen“, verteidigte sich der Mediziner. Außerdem seien sehr wohl verschiedene Untersuchungen durchgeführt worden.


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