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Bregenzer Festspiele 2 - Opernstudio und Opernatelier neu im Programm

Bregenz/Erl (APA) - Der Ausbildung und Förderung von Nachwuchstalenten und auch der Entstehung neuer Musiktheaterstücke gilt eines der Haupt...

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Bregenz/Erl (APA) - Der Ausbildung und Förderung von Nachwuchstalenten und auch der Entstehung neuer Musiktheaterstücke gilt eines der Hauptinteressen der neuen Intendantin der Bregenzer Festspiele. Ausdruck findet diese Vorliebe in der kommenden Saison in einem Opernstudio und einem Opernatelier.

„Junge Sänger brauchen einen Raum, wo sie sich entwickeln können“, betonte Sobotka. Im Idealfall sei das ein hoch professioneller Raum, diesen könnten die Bregenzer Festspiele bieten. Unter Anleitung des erfahrenen Dirigenten Jörg Lichtenstein, der auch am Mozarteum Salzburg unterrichtet, werden im neu gegründeten Opernstudio sechs Sänger Wolfgang Amadeus Mozarts „Cosi fan tutte“ erarbeiten und ab 17. August an insgesamt vier Abenden im Kornmarkttheater präsentieren. Bereits vor dem offiziellen Beginn der Bregenzer Festspiele wird die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender zwei Tage lang mit den Sängern an deren Rollen arbeiten. Der zweite Tag ist für Besucher geöffnet und gibt damit Einblick in die Probenarbeit.

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Mit dem Opernatelier will die neue Intendantin die Entstehung und die Ideenfindung eines Musiktheaterstücks über einen längeren Zeitraum hinweg erlebbar machen. Das Opernatelier wird deshalb auch außerhalb der Festspielsaison stattfinden. Für Sobotka ist dies ein Programmpunkt, mit dem sie sich einen Wunsch erfüllt. „Ich werde in Bregenz mehr Freiheit haben, um über das Innerste, was Oper ausmacht, nachdenken zu können“, sagte Sobotka.

Die Schauspielschiene der Bregenzer Festspiele, die 2013 aus Kostengründen abgeschafft wurde, wird auch im kommenden Sommer nicht wieder aufgelegt. Derzeit sei auch für die weitere Zukunft nichts fixiert, sagte Pressesprecher Axel Renner auf APA-Nachfrage. Eine Möglichkeit, die Programmreihe wieder aufzunehmen, bestehe aber weiterhin.

Die steigenden Kosten sind für die Bregenzer Festspiele nach wie vor ein Problem. „Die Schere zwischen Kosten und Einnahmen macht uns nachhaltig Sorgen“, betonte Festspiel-Präsident Metzler trotz des bereits guten Vorverkaufs (40 Prozent der Tickets sind gebucht). Nach wie vor bemühe er sich um eine Erhöhung der seit 1997 nicht mehr valorisierten Subventionen des Bundes. Man sei in sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Kultur- und dem Finanzministerium. In der Kuratoriumssitzung Anfang 2015 erhofft sich Metzler Ergebnisse seiner Bemühungen. Ganz fest an eine Erhöhung der Subventionen glaubt Sobotka. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte die Intendantin. Klar war aber auch für sie: „Wenn es weniger Geld ist, gibt es auch weniger Musi.“

(S E R V I C E - www.bregenzerfestspiele.com)


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