SOKO Kater ermittelte wegen Unterschlagung

Axams – Mit einem haarigen Fall hat die Polizei Axams zu tun. Einem Fall, der definitiv nichts für Katzenallergiker ist. Im Mittelpunkt des ...

Axams –Mit einem haarigen Fall hat die Polizei Axams zu tun. Einem Fall, der definitiv nichts für Katzenallergiker ist. Im Mittelpunkt des Geschehens befindet sich der junge Kater Palu, der seit Ende August verschwunden ist und trotz intensiver Ermittlungen der „SOKO Kater“, so die Eigenbezeichnung der ermittelnden Beamtin in Axams, nicht wieder aufgetaucht ist. Fritz Ehrensperger, der Besitzer des Katers, hatte diesen mit drei weiteren Katzen erworben. „Die Katzen haben zusammengehört und waren gute Mäusejäger“, erklärt Ehrensperger. Ende August lief der grau getigerte Kater weg, damit begann eine tierische Geschichte. Zwei Tage lang suchte Ehrensperge­r den Kater, dann entdeckte er in Axams einen Zettel, auf dem stand, dass eine Katze gefunden worden sei. „Ich habe sofort meine­n Palu erkannt und den Finder unter der angegebenen Nummer angerufe­n“, erzählt der Katzenbesitzer. Er bekam von der Firm­a die Auskunft, dass der Kater dort sei und ihn eine Mitarbeiterin versorg­e. „Es wurde vereinbart, dass mir die Frau die Katz­e auf den Postkutscherhof bringt.“ Als nichts dergleichen geschah, schickt­e der Katzenbesitzer eine Mitarbeiterin zur Firma. „Ihr wurde erklärt, dass die Frau die Katze selbst behalten wolle, weil sie so nett und schon stubenrein ist“, ärgert sich Ehrensperge­r. Er redet­e schließlich selbst mit der Frau, die ihm erklärte, dass es sich bei dem gefundenen Tier nicht um einen Kater, sondern ein­e Katze handle, und dies sogar der Tierarzt bestätigt hab­e. Ehrensperger hängt­e daraufhin am Wohnort der Frau Suchbilder des Katers auf. Er installierte auch eine Fotofalle, wie sie die Jäger anbringen, aber Palu wurde nicht geknipst. Eine Anzeige folgte. Ermittlungen der Polizei Axams ergaben, dass die Finderin sehr wohl einen Kater zum Tierarzt gebracht hat. Der Akt bezüglich Unterschlagung einer Sache im Wert von rund 300 Euro wurde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Womit wir bei der haarsträubenden Konsequenz sind: Im Februar kommt es zur Verhandlung am Bezirksgericht. Einen Tatausgleich lehnte die Frau ab. Es handle sich bei dem von ihr betreuten Tier, das ihr weggelaufen sei, keinesfalls um Palu. (pla)

Mit diesem Plakat und einer Fotofalle suchte der Tierbesitzer nach seiner Katze. Die Causa ist jetzt gerichtsanhängig.
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