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Atomgespräche - Iran will IAEA Zutritt erlauben

Wien (APA) - Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Reza Najafi, hat die Kooperationsbereitschaft Tehera...

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Wien (APA) - Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Reza Najafi, hat die Kooperationsbereitschaft Teherans mit der IAEA betont. Teheran biete der IAEA auf „freiwilliger Basis“ Zutritt zur Anlage in Marivan, 700 Kilometer westlich von Teheran, an, erklärte Najafi am Donnerstag in Wien, wie der staatliche Sender Press TV berichtete.

In Marivan sollen laut einem IAEA-Bericht 2011 umfangreiche Hochexplosiv-Experimente stattgefunden haben. Die IAEA ist aber hauptsächlich an der Militärbasis Parchin interessiert, zu der der Iran den Zutritt verweigert.

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Najafi nannte die Behauptungen, der Iran habe Experimente durchgeführt, die der Entwicklung von Atomwaffen dienen könnten, als „unbegründet und fabriziert“. Solche Experimente könnte man durch eine Inspektion leicht nachweisen.

Einige IAEA-Mitgliedsstaaten hätten der Atombehörde fabrizierte Informationen geliefert und Dokumente gefälscht, die noch dazu voller Fehler seien, behauptete der iranische Botschafter. Er regierte damit auf Erklärungen von IAEA-Chef Yukiya Amano, der dem Iran mangelnde Transparenz hinsichtlich einer möglichen militärischen Dimension seines Atomprogramms vorgeworfen hatte.

Die IAEA will insbesondere Geheimdienstberichten nachgehen, wonach der Iran an Spezialzündern (Exploding-bridgewire detonators/EBW) geforscht habe, deren mögliche „Anwendung in atomaren Sprengkörpern“ für die Atombehörde Anlass zur Besorgnis ist. Teheran versicherte jedoch, die Zünder nur für zivile und konventionelle militärische Zwecke zu verwenden. Außerdem will die IAEA vom Iran Auskunft über angebliche Modellrechnungen für Atomexplosionen.

~ WEB http://www.iaea.org/ ~ APA617 2014-11-20/21:55


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