Entgeltliche Einschaltung

Kitzbühel schickt die Kinder gratis auf die Piste

Schon jetzt gab es einen alljährlichen Gratisskikurs in Kitzbühel für einheimische Kinder. Nun ist auch die Volksschule mit an Bord.

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© Felix Obermoser

Von Harald Angerer

Entgeltliche Einschaltung

Kitzbühel –Kitzbühel definiert sich als Sportstadt und vor allem als ein Zentrum des Skisports. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Mit einem Gratis-Skikurs für einheimische Kinder wird seit mehr als zehn Jahren der Skinachwuchs gefördert. Doch nun wird die Initiative der Stadt auf eine neue Ebene gesetzt.

Schon bisher waren die Bergbahn Kitzbühel und die Skischulen Rote Teufel und Elements 3 mit an Bord, heuer kommen die Volksschule, die Firma Kitzsport und der Kitzbüheler Skiclub dazu. Damit wird erstmals auch ein Schulprojekt aus dem Einheimischen-Skikurs. Alle Kinder der Volksschule Kitzbühel nehmen daran teil. „Im Vorjahr hat noch eine Mutter gefragt, ob so eine Skikurswoche für die Volksschule möglich wäre. Da hab’ ich es noch für unmöglich gehalten“, schildert Volksschuldirektorin Marialuise Brandstätter.

Ab 7. Dezember geht es mit den Kursen los, statt die Schulbank zu drücken, werden die Kinder eine Woche lang Skiunterricht bekommen. Da heuer etwa 300 Kinder erwartet werden, ist der Skikurs auf zwei Wochen aufgeteilt. Alleine aus der Volksschule werden 234 Kinder in den Genuss des Skikurses kommen. Teilnehmen können weiterhin auch alle anderen Kitzbüheler Kinder von 4 bis 12 Jahren, jedoch ohne die Gratis-Skiausrüstung. „Ich sehe es als eine der wichtigsten Aufgaben der Stadt an, dass sich die Kinder bewegen und vor allem dass sie Ski fahren lernen“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler. 25.000 Euro kostet das Projekt die Stadt Kitzbühel. Die Volksschulkinder erhalten sozusagen ein Rundum-sorglos-Paket mit ganztägigem Skikurs, Mittagessen, Skipass und Skiausrüstung mit Helm.

„Wir wollen die Begeisterung für den Skisport an die Kinder weitergeben“, sagen Christoph Burger von den Roten Teufeln und Manfred Hofer von Elements 3 und für Bergbahnvorstand Josef Burger ist das Projekt vorbildhaft: „Woanders wird diskutiert, wir packen es an.“ Er spricht damit auf die Diskussion um die Teuerung im Skisport und das Wegbrechen von jungen Skifahrern an.

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Unter den 234 Volksschülern sind immerhin 38 Skianfänger. „Mit dieser Aktion erreichen wir auch die Kinder mit Migrationshintergrund, die sonst vielleicht nie mit dem Skisport in Berührung kommen“, erklärt Direktorin Brandstätter. Hier war auch ein wichtiger Puzzlestein, dass wirklich alles kostenlos ist und somit etwa eine fehlende Skiausrüstung kein Hindernis ist. „Wir müssen die Zukunft abholen und mit dieser Aktion wird der Sport wirklich für jeden zugänglich“, sagt Kathrin Schlechter von der Firma Kitzsport. Da die Skikurse erst am Vormittag beginnen, gibt es sogar eine Betreuung der Kinder von berufstätigen Eltern in der Volksschule für die Kinder ab halb acht.

Ähnliche Aktionen gibt es auch im Zillertal. So zum Beispiel in der Ferienregion Mayrhofen-Hippach und in Gerlos.


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