Justiz und Kriminalität

AK Tirol warnt vor neuen dubiosen Inkasso-Forderungen

Symbolfoto.
© TT/Böhm

Die Konsumentenschützer warnen vor Zahlungsaufforderungen von „Europa Inkasso GmbH“ und „Euro Inkasso Solutions“.

Innsbruck – Einmal mehr flattern derzeit vielen Tirolern Schreiben von vermeintlichen Inkassobüros ins Haus. In einem der beiden aktuell kursierenden Briefen wird behauptet, dass Forderungen aufgrund einer Teilnahme an einer Lotterie noch nicht bezahlt seien. Weil man auf Mahnungen nicht reagiert habe, werde nun einen Betrag von 258,95 Euro eingefordert. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer warnen, es handle sich hierbei um eine Welle von Massenbriefen, mit denen die Empfänger abkassiert werden sollen.

Behauptet wird in den Schreiben, dass drei monatliche und nicht näher bezeichnete „Spieleinsätze“ zu je 59 Euro offen seien. Hinzu kämen sieben Euro für angebliche Kontoführungskosten sowie 74,95 Euro Inkassokosten, was in Summe den geforderten Gesamtbetrag ergibt. Der Sitz des vermeintlichen Inkassobüros „Europa Inkasso GmbH“ ist Berlin, Auftraggeber des Inkassoverfahrens sei eine Firma in Wien.

90 Euro für vermeintlich kostenpflichtige Telefondienste

Auch ein weiteres Unternehmen namens „Euro Inkasso Solutions“ verschickt derzeit massenweise dubiose Zahlungsaufforderungen. Man hätte mit seinem Telefonanschluss – der auch mit korrekter Nummer angeführt wird – eine von mehreren aufgelisteten Rufnummern angewählt und damit einen kostenpflichtigen Dienst in Anspruch genommen. Nun würden pro Anruf Kosten in Höhe von 90 Euro verrechnet, die auf ein tschechisches Konto überwiesen werden sollen.

Die AK rät Betroffenen, ja keine Zahlungen zu leisten und derartige Schreiben einfach zu ignorieren. (tt.com)