Premier: Geiselnehmer von Sydney war psychisch labiler Extremist

Sydney (APA/AFP) - Australiens Premierminister Tony Abbott hat den Geiselnehmer von Sydney als einen psychisch labilen Extremisten beschrieb...

Sydney (APA/AFP) - Australiens Premierminister Tony Abbott hat den Geiselnehmer von Sydney als einen psychisch labilen Extremisten beschrieben. Der 50-Jährige habe eine „lange Vergangenheit“ gewalttätiger krimineller Taten und sei zudem „vernarrt“ in Extremismus sowie psychisch instabil gewesen, sagte Abbott am Dienstag.

Als sich die Geiselnahme vom Montag dann entwickelt habe, habe der Mann versucht, seine Taten mit der „Symbolik des Todeskults“ der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) zu verhüllen, sagte Abbott.

Der Bewaffnete hatte am Montagvormittag (Ortszeit) in einem Cafe am belebten Martin Place im Zentrum der australischen Metropole 17 Geiseln genommen, von denen sich Einige im Laufe des Tages befreien konnten. In der Nacht stürmte die Polizei das Gebäude. Es gab drei Tote, darunter der Geiselnehmer, sowie mehrere Verletzte.

Abbott lobte die Polizei für ihren Einsatz. Die Australier könnten angesichts der Reaktion der Einsatzkräfte beruhigt sein, sagte der Premier. Natürlich müssten aus der Geiselnahme „Lehren gezogen werden“. Zuvor werde indes genau geprüft, was sich am Martin Place abgespielt habe und warum, sagte Abbott. Das allerdings könne einige Zeit dauern.