Volleyball

Hypo-Star Douglas: „Das Lächeln ist Teil meiner Lebenseinstellung“

Dougi da Silva (M.) ist mittlerweile aus dem Hypo-Team nicht mehr wegzudenken.
© Hypo/Forcher

Douglas da Silva (31) erlebt bei seinem zweiten Hypo-Gastspiel den zweiten Frühling. Heute fordern Tirols Volleyballer Belchatow.

Von Daniel Suckert

Innsbruck –„Dougi war zu jung und zu unreif“, fasst Hypo-Manager Hannes Kronthaler das erste Gastspiel des Brasilianers (2007–2009) kurz und knapp zusammen, um einen Augenblick später zu schwärmen: „Jetzt ist er gereift, wichtig für die Mannschaft und geht voran. Ich bin sehr zufrieden.“ Frohnatur, Antreiber und Leader – der 31-Jährige hat sich zum Alphatier des Hypo-Rudels gemausert. Beim Gastspiel in Belchatow (18 Uhr, ORF Sport Plus) werden genau diese Qualitäten gefragt sein.

Dass Douglas „Dougi“ da Silva 2013 überhaupt wieder in Innsbruck gelandet ist, dafür darf man getrost seiner Dauerfreundin Bettina danken. Wegen ihr hält der Brasilianer auch den kalten Temperaturen in Innsbruck stand. Man gewöhne sich an alles, meint er beiläufig. Natürlich mit einem Lächeln auf den Lippen. So, wie es sich für einen Brasilianer eben gehört: „Das Lächeln ist Teil meiner Lebenseinstellung.“

Ähnliche Frohnaturen sind in Tirol zwar dünn gesät, für da Silva reine Nebensache: „Ob die anderen lachen oder nicht, das spielt für mich keine Roll­e. Ich bin glücklich, und wenn andere das zu einem Lächeln bringt, dann soll es mir recht sein.“

Was für die anderen Teammitglieder in jedem Fall schon selbstverständlich ist, sind seine Tipps. Denn Doug­i darf sich mit 31 Lenzen als „Oldie“ bezeichnen: „Eine ganz neue Situation für mich. Aber ich nütze das, um den jungen Spielern zu helfen, ihnen den ein oder anderen Schubser in die richtige Richtung zu geben.“ Das nehmen die Jungen an. „Weil ich nicht wie ein Oberlehrer, sondern wie ein Freund auftrete.“

Auf dem glänzenden Parkett läuft der brasilianische Mittelblocker regelmäßig „heiß“. Allerdings nicht im negativen Sinne – er treibt und pusht sich und seine Mitspieler. „Meine Emotionen sind sehr wichtig für mich und mein Spiel.“ Und das wiederum kann heute beim polnischen Champions-League-Gastspiel gegen Belchatow entscheidend werden. Denn gegen den Tabellenführer, die mit vier Weltmeistern in der Mannschaft bestückt sind, ist jeder Satzgewinn wichtig für die Endabrechnung. „Schauen wir, ob noch mehr zu holen ist“, spekuliert Hypo-­Headcoach Stefan Chrtiansky.

Eines ist gewiss, jede Nieder­lage mit einem Hypo-Satzgewinn würde nicht nur Dougi, sondern auch alle anderen Hypo-Mannen zum Lachen bringen.

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