Getötete Geiseln werden als Helden gefeiert
Wie genau die beiden in Sydney getöteten Geiseln – der Manager des Cafés und eine dreifache Mutter – ums Leben kamen, ist noch nicht bekannt. In Australien werden sie bereits als Helden gefeiert.
Sydney – Nach dem blutigen Ende des Geiseldramas in Sydney werden die getöteten Geiseln in Australien als Helden gefeiert. Der Manager des Lindt-Cafés, Tori Johnson, und die Rechtsanwältin und dreifache Mutter Katrina Dawson seien bereit gewesen, „ihr Leben zu geben, damit andere leben können“, sagte Erzbischof Anthony Fisher am Dienstag. Das Herz Sydneys sei durch den Tod der Unschuldigen gebrochen.
Fisher leitete am Dienstag einen Gedenkgottesdienst in der St.Mary-Kathedrale nur 500 Meter von dem Café im Zentrum Sydneys entfernt, in dem sich die Tragödie zugetragen hatte. Ein mutmaßlicher Extremist hatte dort am Montag mehr als ein Dutzend Menschen für 16 Stunden als Geiseln festgehalten.
Johnson soll dann Medienberichten zufolge versucht haben, dem Geiselnehmer die Schusswaffe zu entwenden. „Sie ging dabei tragischer Weise los und tötete ihn. Aber sie löste auch die Polizeireaktion aus und brachte Freiheit für die meisten Geiseln“, sagte Bischof Fisher. Johnsons Eltern zeigten sich stolz auf ihren „wunderbaren Burschen“ und riefen alle auf, für den Weltfrieden zu beten.
Dreifache Mutter beschützte Schwangere
Dawson stellte sich bei dem Schusswechsel Medienberichten zufolge vor eine schwangere Freundin. Die Polizei bestätigte die Berichte zunächst nicht. Ermittler seien dabei, den Ablauf zu rekonstruieren, sagte die Vizepolizeichefin von New South Wales, Catherine Burn.
Laut Medien handelte es sich bei dem Geiselnehmer um einen 50-jährigen Iraner, Ministerpräsident Tony Abbott beschrieb ihn als „Extremisten“. Der Geiselnehmer wurde bei der Stürmung des Cafés ebenfalls getötet. (APA/AFP)
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