Primera Division

34 Atletico-Anhänger nach Tod von La-Coruna-Fan festgenommen

Nachdem der 43-Jährige Deportivo-Fan aus dem Fluss gerettet wurde, wurde er stark unterkühlt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte kämpften vergeblich um sein Leben.
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Alle Verdächtigen sind Mitglieder der Gruppierung „Frente Atletico“.

Madrid – Gut zwei Wochen nach dem Tod eines Fußballfans bei einer blutigen Massenschlägerei in Madrid hat die Polizei 34 mutmaßliche Atletico-Hooligans festgenommen. Darunter seien auch jene zwei Atletico-Madrid-Fans, die im Verdacht stehen, bei der Schlägerei am 30. November einen Anhänger von Deportivo La Coruna getötet zu haben, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Alle 34 Verdächtigen sollen an der Massenschlägerei in der Nähe des Atletico-Stadions vor dem Spiel zwischen dem spanischen Meister und La Coruna teilgenommen haben und dem radikalen Fanclub „Frente Atletico“ angehören. Die Festnahmen erfolgten in Madrid und mehreren Städten der Umgebung. Die Polizei habe es sich zum Ziel gesetzt, alle Teilnehmer der Schlägerei dingfest zu machen, hieß es.

Ein 43-jähriger Deportivo-Fan war bei der Prügelei mit einer Eisenstange niedergeschlagen und in den Fluss Manzanares geworfen worden. Er wurde von der Feuerwehr 20 Minuten später aus dem Wasser geborgen, konnte aber nicht mehr wiederbelebt werden. Bei der Massenschlägerei standen einander Mitglieder der als rechtsradikal eingestuften „Frente Atletico“ und der als linksradikal geltenden „Riazor Blues“ aus A Coruna gegenüber. Der Zwischenfal löste in Spanien eine Debatte über die Gewalt militanter Fanclubs aus. (APA/dpa)