Permira prüft Gegenofferte für Hawesko - Kreise

Frankfurt am Main (APA/Reuters) - Um den deutschen Weinhändler Hawesko bahnt sich ein Übernahmekampf an. Der Finanzinvestor Permira prüft In...

Frankfurt am Main (APA/Reuters) - Um den deutschen Weinhändler Hawesko bahnt sich ein Übernahmekampf an. Der Finanzinvestor Permira prüft Insidern zufolge ein Angebot für das Unternehmen - quasi als „weißer Ritter“ an der Seite des Hawesko-Vorstands, um ein unerwünschtes Angebot von Großaktionär Detlev Meyer abzuwehren.

Gespräche mit Permira liefen bereits, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Permira und Hawesko wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Börsianer spekulieren bereits auf eine höhere Offerte. Die Hawesko-Aktie weitete ihre Gewinne aus und lag mit 43,50 Euro deutlich über den 40 Euro, die Meyer in Aussicht gestellt hat. Der Hamburger Textilunternehmer will den Wein- und Sekthändler („Jacques‘ Wein-Depot“) neu ausrichten und fordert einen Generationswechsel in der Führungsetage. Vorstand und Aufsichtsrat von Hawesko hatten sein Angebot jedoch als zu niedrig abgelehnt.

Die Zeit drängt: Meyers Offerte läuft am 22. Dezember aus. Dass Permira noch in dieser Woche mit einem Angebot nachzieht, sei jedoch unwahrscheinlich, sagte einer der Insider. Denn die Finanzaufsicht BaFin müsse die Pläne erst genehmigen. Damit käme eine andere Option ins Spiel: Hawesko könnte eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, die die Annahmefrist automatisch auf zehn Wochen verlängert.

Meyer hatte sein Übernahmeangebot am 7. November vorgelegt und kam schon kurz darauf auf einen Anteil von über 31 Prozent am Unternehmen. Damit löste er Vorstandschef Alexander Margaritoff (30 Prozent) als größten Anteilseigner ab. Margaritoff ist der Sohn des Firmengründers.