Drahtzieher des Moskauer Theater-Geiseldramas 2002 gefasst
Nach Angaben der russischen Polizei wurde zwölf Jahre nach dem Geiseldrama in einem Moskauer Musicaltheater mit mehr als 170 Toten ein Drahtzieher gefasst. Er soll unter anderem Sprengstogg besorgt haben. Der Mann weist den Vorwurf zurück.
Moskau – Mehr als zwölf Jahre nach dem Geiseldrama mit mehr als 170 Toten im Moskauer Musicaltheater „Nord-Ost“ hat die russische Polizei nach eigenen Angaben einen der Drahtzieher festgenommen. Der heute 41-Jährige habe damals Waffen und Sprengstoff besorgt, sagte ein Justizsprecher am Mittwoch der Agentur Interfax. Der Mann aus der Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus weise den Vorwurf zurück.
Am 26. Oktober 2002 hatten Sicherheitskräfte nach drei Tagen das Theater gestürmt, in dem ein Terrorkommando mehr als 800 Geiseln festhielt. Die Bande forderte den Abzug der kremltreuen Truppen aus Tschetschenien. Am Ende starben mindestens 129 Geiseln und 41 Täter.
Hinterbliebene werfen den Behörden vor, Details des Einsatzes geheim zu halten. So sei die Mixtur eines von den Sicherheitskräften verwendeten Kampfgases, das die Geiselnehmer außer Gefecht setzen sollte, bis heute Staatsgeheimnis. Zahlreiche Geiseln erstickten bei dem Gaseinsatz. (APA/dpa)
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