Neue Runde der iranischen Atomverhandlungen in Genf

Genf/Teheran/Washington (APA/AFP) - Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind am Mittwoch in Genf in eine neue Runde gegangen. ...

Genf/Teheran/Washington (APA/AFP) - Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind am Mittwoch in Genf in eine neue Runde gegangen. Vertreter des Iran und der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands kamen in der Schweizer Stadt zu einem eintägigen Treffen zusammen, wie eine EU-Sprecherin erklärte. Eine Mitteilung über den Verlauf der Gespräche war nicht geplant.

Es war das erste Treffen der Verhandlungsparteien, seitdem sie sich Ende November in Wien darauf geeinigt hatten, die Frist zur Ausarbeitung eines dauerhaften Atomabkommens erneut zu verlängern. Eigentlich hatten sich der Iran und die 5+1-Gruppe zum Ziel gesetzt, bis zum 24. November eine Einigung zu erreichen. Anhaltende Differenzen über die Urananreicherung und den Zeitplan zur Aufhebung der Sanktionen verhinderten jedoch den Abschluss eines Abkommens. Da bei den monatelangen Verhandlungen deutliche Fortschritte erzielt wurden, wurde aber beschlossen, die Frist erneut zu verlängern. Es ist nun geplant, bis März ein Rahmenabkommen auszuarbeiten und bis zum 30. Juni die technischen Details zu klären.

Ein dauerhaftes Abkommen soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlauben, zugleich aber verhindern, dass er in kurzer Zeit Atomwaffen entwickelt. Im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm sollen die internationalen Finanz- und Handelssanktionen aufgehoben werden, die im Iran eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst haben. Am Montag und Dienstag war bereits der iranische Vize-Außenminister Abbas Araqchi mit seiner US-Kollegin Wendy Sherman zu einem Vorbereitungstreffen zusammengekommen.