320 Friedenskräfte in Innsbruck ausgebildet
Innsbruck – Am Universitätslehrgang für Friedensstudien wurden seit seiner Gründung 2001 320 Friedens- und Konfliktarbeiter aus über 70 Länd...
Innsbruck –Am Universitätslehrgang für Friedensstudien wurden seit seiner Gründung 2001 320 Friedens- und Konfliktarbeiter aus über 70 Ländern ausgebildet. Die Absolventen sind laut Lehrgangsleiter Wolfgang Dietrich für die Vereinten Nationen oder bei großen Nichtregierungsorganisationen wie Internationales Rotes Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen in allen Konfliktregionen der Welt tätig. „Dabei gibt es Einsätze, die sich die meisten Leute nicht vorstellen können. Eine Absolventin hat etwa sehr erfolgreich in einem Projekt in Afghanistan gearbeitet, das Jugendlichen über Skaten alternative Friedensvorstellungen vermittelte“, so Dietrich. 2008 wurde die Arbeit des Lehrgangs mit der Errichtung des Unesco-Lehrstuhls belohnt. In der viersemestrigen englischspachigen Masterausbildung spielt auch die Praxis eine große Rolle. So werden u. a. in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesheer UNO-Friedensmissionen simuliert, Teamtrainings unter extremen Stressbedingungen finden an der Landesfeuerwehrschule in Telfs statt, einsatzbezogene Erste-Hilfe-Kurse beim Roten Kreuz in Innsbruck, interkulturelle Gemeinschaftsübungen an der Natur- und Wildnisschule Native Spirit in Pfunds. „Und aktuell entsteht in Brasilien gerade ein Netzwerk von Friedensstudien, das vom Innsbrucker Geist einer Absolventin inspiriert ist“, freut sich Dietrich. (wa)
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