Konflikte

Philippinische Rebellen kündigten Waffenruhe für Papstbesuch an

Papst Franziskus.
© EPA/GIAMPIERO SPOSITO

Die kommunistische Guerilla „Neue Volksarmee“ will den Besuch nutzen, um Menschenrechtsverletzungen zu thematisieren.

Vatikanstadt/Manila - Die kommunistische Guerilla „Neue Volksarmee“ hat eine Waffenruhe im Vorfeld des Papstbesuchs auf den Philippinen Mitte Jänner angekündigt. Der Besuch sei eine Gelegenheit, Menschenrechtsverletzungen und Gewaltmissbrauch zu thematisieren, da Franziskus „für sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit bekannt“ sei, erklärte die Kommunistische Partei laut Medien, die Kathpress am Mittwoch zitierte.

Die Kämpfer blieben jedoch in „Verteidigungsbereitschaft“. Zuvor schon hatte die philippinische Regierung einen Waffenstillstand angekündigt; er soll von Freitag bis 19. Jänner dauern. Papst Franziskus reist vom 15. bis 19. Jänner auf die Philippinen.

Auf Mindanao sowie in einigen anderen Regionen des Inselstaates kämpft die „Neue Volksarmee“ seit Jahrzehnten gegen die reguläre philippinische Armee. Die USA und die EU stufen die Rebellen als terroristische Vereinigung ein. Die Regierung in Manila strich sie jedoch 2011 von der Liste der Terrororganisationen und nahm Sondierungen für Friedensverhandlungen mit der Kommunistischen Partei auf; deren militanter Flügel ist die „Neue Volksarmee“. (APA)