Ebola - Sierra Leone verbietet öffentliche Weihnachtsfeiern
Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Die Regierung von Sierra Leone verbietet wegen der Ebola-Epidemie öffentliche Weihnachtsfeierlichkeite...
Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Die Regierung von Sierra Leone verbietet wegen der Ebola-Epidemie öffentliche Weihnachtsfeierlichkeiten und alle Silvester-Veranstaltungen. Auch die Reisefreiheit zwischen den Landkreisen werde eingeschränkt, um eine weitere Ausbreitung der tödlichen Krankheit zu verhindern, sagte Präsident Ernest Bai Koroma am Mittwoch.
Christen dürfen demnach zu Weihnachten den Gottesdienst besuchen, müssen dann aber sofort wieder nach Hause gehen. Dieses Jahr könnten die Bürger nicht wie gewöhnlich ausgelassen auf den Straßen feiern, denn „wir sind mit einem hinterhältigen Feind im Krieg, der immer noch die Leben unser Brüder, Schwestern, Mütter, Väter, Kinder und Freunde dahinrafft,“ sagte Koroma in Bezug auf das Ebola-Virus.
Alle Neujahrsfeierlichkeiten seien dieses Jahr verboten, sagte der Präsident weiter. Neujahrsgottesdienste dürfen demnach nur am 31. Dezember abgehalten werden und müssen vor Anbruch der Dunkelheit enden. „Alle öffentlichen Zusammenkünfte sind verboten, das umfasst alle öffentliche Aktivitäten rund um Restaurants, Nachtklubs und die Strandgebiete,“ sagte Koroma in Freetown. Auch Marktöffnungszeiten werden eingeschränkt. Die Zahl der Ebola-Erkrankungen ist in dem westafrikanischen Land zuletzt weiter rasch angestiegen. Seit März sind dort laut WHO rund 8.000 Menschen an Ebola erkrankt, fast 1.800 erlagen der Krankheit.
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