Kunsthistorisches Museum 2015: Wanderlust und fantastische Welten

Wien (APA) - Meistermaler Velazquez ist noch bis 15. Februar 2015 im Kunsthistorischen Museum Wien zu sehen. Danach sollen fantastische Welt...

Wien (APA) - Meistermaler Velazquez ist noch bis 15. Februar 2015 im Kunsthistorischen Museum Wien zu sehen. Danach sollen fantastische Welten in der Renaissancekunst des Nordens und die Wanderlust des US-Künstlers Joseph Cornell Publikum in das Museum an der Ringstraße locken. Ebenfalls im Ausstellungsprogramm 2015: antike Münzen aus Israel und Tapisserien des 16. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Fantastische Welten. Albrecht Altdorfer und das Expressive in der Kunst um 1500“ widmet sich von 17. März bis 14. Juni 2015 „der starken, um 1500 sich ausbreitenden Welle expressiver Formeln“, wie es im Ankündigungstext heißt. Rund 140 Werke von Altdorfer, Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Hans Leinberger und vielen anderen, „führen anschaulich vor Augen, wie Landschaften, Historien und Porträts durch das neuartige, ausdrucksstarke Zusammenspiel von Licht, Farbe, Form und Pose neu erfunden wurden (...). Poesie oder Drama bestimmen die Bilder, in denen Natur und Mensch zu einer Einheit verschmelzen.“

Von 20. Oktober 2015 bis 10. Jänner 2016 zeigt das KHM in einer Kooperation mit der Royal Academy of Art, London, die Ausstellung „Joseph Cornell: Wanderlust“ - die erste Museums-Präsentation des US-Künstlers (1903-1972) in Österreich. Berühmt wurde der Autodidakt vor allem mit seinen „box sculptures“, Schaukästen mit Alltagsgegenständen, die in ungewohnte formale und inhaltliche Zusammenhänge gebracht wurden und die oft besonderen Personen gewidmet waren - realen oder erfundenen. Die aus London kommende Schau präsentiert über 35 Schaukästen, 10 kleine Sammlungen, 15 Collagen und mehrere Filme.

Von 24. Februar bis 13. September gibt die Ausstellung „Münze und Macht. Im antiken Israel“ im Sonderausstellungssaal des Münzkabinetts einen Einblick in die Geschichte der antiken jüdischen Münzprägung vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert. n. Chr. - eine Zeit umwälzender politischer und religiöser Veränderungen, die für die Entwicklung der jüdischen Kultur und Religion von entscheidender Bedeutung waren.

Als „Medium der Macht“ werden von 4. Juli bis 20. September Tapisserien des 16. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung präsentiert, die aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft gezeigt werden können. „Die vornehmlich aus kaiserlichem Besitz stammenden Wandbehänge sowie ein einzigartiger Thronhimmel wurden von den namhaftesten Künstlern der Zeit entworfen“, heißt es in der Vorschau. Die sechzehn ausgewählten Objekte werden mit zeitgenössischen Arbeiten von Margret Eicher und Nives Widauer ergänzt.

Im Theseustempel ist die Schottin Susan Philipsz (geb. 1965) nach Ugo Rondinone, Kris Martin, Richard Wright und Edmund de Waal die fünfte Künstlerin der Ausstellungsreihe, die ein Projekt im Volksgarten realisiert. Von 29. April bis 4. Oktober wird eine neue Klanginstallation der in Berlin lebenden Turner-Preisträgerin von 2010 zu hören sein.

Teile der Sammlung des KHM gehen im kommenden Jahr auf Wanderschaft: Eine große Wanderausstellung mit Meisterwerken aus den ehemaligen Habsburgischen Sammlungen gastiert 2015 im Minneapolis Institute of Art („The Habsburgs: Rarely Seen Masterpieces from Europe‘s Greatest Dynasty“), dem Museum of Fine Arts, Houston, und dem High Museum of Art, Atlanta (beide: „Habsburg Splendor: Masterpieces from Vienna‘s Imperial Collections“). Großteils werden Werke präsentiert, die bisher noch nie außerhalb Österreichs zu sehen waren.

(S E R V I C E - www.khm.at)

(B I L D A V I S O - Pressebilder stehen unter http://press.khm.at/ zum Download bereit.)