Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend höher

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 390,32 Z...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 390,32 Zähler oder 2,32 Prozent auf 17.210,05 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 246,37 Zähler (plus 1,09 Prozent) auf 22.832,21 Einheiten zu. Der Shanghai Composite hingegen verlor moderate 3,50 Punkte oder 0,11 Prozent auf 3.057,52 Punkte.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney schlossen mit Gewinnen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.243,65 Zählern mit einem Plus von 16,42 Punkten oder 0,51 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 49,1 Zähler oder 0,96 Prozent auf 5.189,70 Einheiten.

Händler verwiesen auf die jüngste Erklärung der US-Notenbank, wonach die Federal Reserve (Fed) ohne Eile eine Zinserhöhung anpeilt. Nach den Aussagen der Fed ließ die Hoffnung auf weiterhin billiges Geld die Anlegerstimmung und damit die Kurse nach oben schnellen. Ein starker Handelsschluss an der Wall Street beflügelte somit auch die Kurse in Asien, darunter vor allem in Japan. Die Ankündigung ließ den Dollar steigen und damit den Yen sinken, was wiederum die Aktienkurse japanischer Exporteure beflügelte.

Am chinesischen Bankenmarkt ist es am Donnerstag unterdessen zu spürbaren Verspannungen gekommen. Die Zinssätze, zu denen sich die Geldhäuser gegenseitig Kurzfristkredite leihen, gingen deutlich in die Höhe. Der Zins für einen siebentägigen Kredit stieg zeitweise auf sieben Prozent und damit auf einen elfmonatigen Höchststand. Aus dem Handel hieß es, einzelne Geldhäuser mit Liquiditätsengpässen hätten noch höhere Zinsen zahlen müssen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will die chinesische Notenbank im Laufe des Tages Geld in den Bankenmarkt schießen, um die Lage zu beruhigen.

In Hongkong sprangen Tencent Holdings um 6,27 Prozent an, nachdem sich die Anzeichen vermehrten, dass die Aktie überverkauft sei. Die Aktien des Elektroautobauers BYD (Build your Dreams) wiederum brachen aus unerklärlichen Gründen um 28,84 Prozent auf ein Rekordtief ein. Die Unternehmensführung des chinesischen Daimler-Partners habe keine Erklärung für den Kursverfall, teilte BYD mit. Die Hauptversammlung hatte am Mittwoch mit großer Mehrheit den Einstieg in ein Leasing-Geschäft durchgewunken.

In Tokio stiegen die Aktien von Toyota um 1,50 Prozent, Honda wiederum legten 1,16 Prozent zu. An der Spitze des Nikkei-225 standen Aktien des Meeresfrüchtelieferanten Nippon Suisan Kaisha mit plus 7,18 Prozent. Die Papiere der Kosmetikfirma Shiseido gaben 4,25 Prozent nach, nachdem der Präsident des Unternehmens seine Pläne zum verstärkten Markenzukauf bekanntgegeben hatte.

Ebenso im Fokus standen Sony, die mit plus 4,80 Prozent schlossen. Das zum Konzern gehörende Filmstudio Sony Pictures hatte zuvor nach einem Hackerangriff und Terror-Drohungen gegen Vorführungen des umstrittenen Films „The Interview“ den Kinostart der Komödie abgesagt.