Afghanischer Journalist erlag nach Anschlag Verletzungen
Kabul (APA/AFP) - Gut eine Woche nach dem Selbstmordanschlag auf ein französisches Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ei...
Kabul (APA/AFP) - Gut eine Woche nach dem Selbstmordanschlag auf ein französisches Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein afghanischer Journalist seinen Verletzungen erlegen. Der Fernsehreporter und Kameramann Zubair Hatami sei nach zehn Tagen im Koma in der Nacht gestorben, sagte der Chef seines Senders Mitra TV, Adul Jabar Arjajee, am Sonntag.
Das Kulturzentrum im Zentrum Kabuls war am 11. Dezember während einer Theateraufführung von einem Taliban-Attentäter angegriffen worden. Ein Deutscher wurde getötet, 15 weitere Menschen wurden verletzt.
Durch die Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe wurden im Osten Afghanistans indes am späten Samstag mindestens sieben Menschen getötet, darunter auch zwei kleine Mädchen. Die Gruppe sei in einem Fahrzeug von Assadabad, Hauptstadt der Provinz Kunar, in Richtung des Bezirks Nari nahe der pakistanischen Grenze unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Drei Frauen hätten den Anschlag verletzt überlebt. Ein Sprecher der Polizei machte die Taliban für die Tat verantwortlich.
Nach Angaben der Vereinten Nationen vom Samstag erreichte die Zahl der zivilen Gewaltopfer in Afghanistan zuletzt einen Höchststand. Von Jänner bis November wurden demnach 3188 Zivilisten getötet und 6429 weitere verletzt. So viele zivile Opfer in einem Jahr zählte die UNO seit dem Beginn ihrer Erhebungen im Jahr 2009 nicht.
Zum Jahreswechsel endet nach 13 Jahren offiziell der NATO-geführte ISAF-Kampfeinsatz in Afghanistan. An der Folgemission „Resolute Support“ zur weiteren Unterstützung der Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung sollen sich ab diesem Zeitpunkt rund 12.500 Soldaten aus 40 Staaten beteiligen. Deutschland entsendet bis zu 850 Bundeswehrsoldaten.
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