Europas Aktienmärkte rutschen einhellig ins Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag zu Mittag einhellig ins Minus gerutscht, nachdem die griechische Präs...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag zu Mittag einhellig ins Minus gerutscht, nachdem die griechische Präsidentenwahl gescheitert ist. Der Euro-Stoxx-50 verlor 27,12 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 3.157,54 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.787,61 Punkten und einem Minus von 134,50 Einheiten oder 1,36 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 6,21 Zähler oder 0,09 Prozent und steht nun bei 6.591,97 Stellen.

Bestimmendes Thema an Europas Aktienmärkten war nach der Weihnachtszeit die Präsidentenwahl in Griechenland. Nachdem der einzige Kandidat, der konservative ehemalige EU-Kommissar Stavros Dimas (73), abgelehnt wurde, müssen nun vorgezogene Parlamentswahlen bis Anfang Februar stattfinden.

Infolge dessen weitete der Athener Leitindex Athex Composite Share Index seine Verluste auf knapp elf Prozent aus. Auch die Aktienmärkte zahlreicher anderer südeuropäischer Länder zählten bis Mittag zu den schwächsten, so fiel die Börse in Madrid um 1,77 und jene in Mailand um 2,40 Prozent.

Neben dem Dauerthema Griechenland gerät zum Wochenauftakt auch der russische Rubel wieder etwas unter Druck, er büßte zum US-Dollar über 3,5 Prozent ein. Dies wird vorrangig mit den sinkenden Devisenverkäufen russischer Exportunternehmen begründet - die Exporteure hätten mittlerweile genug Rubel angekauft, um ihre monatliche Steuerlast zu begleichen, berichtete das Onlineportal des Guardian.

Unter den Einzelwerten blieb die Meldungslage recht dünn. Das Verschwinden eines AirAsia-Flugzeugs in Südostasien hat Händlern zufolge die Aktien der Allianz an der Frankfurter Börse um 1,18 Prozent nach unten gedrückt. Die Allianz ist nach eigenen Angaben wichtigster Rückversicherer der vermissten Airbus-Maschine. Auch die Papiere des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus standen am Pariser Aktienmarkt mit einem Verlust von 1,22 Prozent unter Druck.

Die nun bevorstehenden Neuwahlen in Griechenland belasteten europaweit vor allem die Bankaktien, in einem Branchenvergleich setzte es für den Sektor mit minus 2,3 Prozent den größten Verlust. Im Auswahlindex Euro-Stoxx-50 zählten UniCredit (minus 3,74 Prozent), Intesa SanPaolo (minus 3,69 Prozent), BBVA (minus 2,52 Prozent) und Deutsche Bank (minus 1,79 Prozent) zu den schwächsten Werten.

Gute Geschäfte in Asien und Nordamerika haben den Lastwagen-Absatz von Daimler angekurbelt. Bis Ende November wurden 445.300 Nutzfahrzeuge verkauft und damit fast 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jedoch erwartet der Autokonzern für 2015 im Nutzfahrzeuggeschäft erneut Gegenwind durch die weltweit schwache Konjunktur. Daimler verloren 1,94 Prozent auf 68,70 Euro.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA194 2014-12-29/12:02