Laute Dauerbeschallung belastet Angestellte
Innsbruck – Das Weihnachtsgeschäft verläuft bekanntlich alles andere als leise. Das Zusammenfließen unterschiedlicher Lärmquellen, wie etwa ...
Innsbruck –Das Weihnachtsgeschäft verläuft bekanntlich alles andere als leise. Das Zusammenfließen unterschiedlicher Lärmquellen, wie etwa Musik aus mehreren Geschäften, verursacht dabei einen Lärmpegel, der laut David Schumacher, Handelssekretär der GPA-djp Tirol, für Beschäftigte extrem belastend ist. Während der Adventzeit wurde deshalb in sechs Einkaufszentren, darunter DEZ, Sillpark und Kaufhaus Tyrol in Innsbruck sowie die Cyta in Völs, die Beschallung gemessen. Das Ergebnis der Kampagne „Beschallungsfrei – gegen Zwangsbeschallung“ ist ernüchternd: Kein Geschäftsgebäude lag innerhalb der maximal erlaubten Dezibelgrenze. „Leider haben alle den Grenzwert von 65 Dezibel überschritten. Der Lärmpegel lag zwischen 66 und 71 Dezibel, jenem Wert, der im Kaufhaus Tyrol gemessen wurde. Daher geben wir dem Einkaufszentrum in der Innsbrucker Innenstadt den Titel des Zwangsbeschallers 2014“, erklärte Schumacher.
Ein Lärmpegel von 70 Dezibel entspricht laut den Gewerkschaftern dem dauerhaften Betrieb eines Rasenmähers oder ständigem Schreien in unmittelbarer Nähe. Als mögliche Abhilfe gegen Dauerlärm schlägt Schumacher daher vor, in den Geschäften auch mit beschallungsfreien Intervallen Abwechslung zu bieten.
Lärm wirkt sich auf den gesamten Organismus negativ aus und kann etwa Schlafstörungen oder Hörschäden auslösen. (bond)