Filmmonat Jänner - Große Retrospektiven und strahlende Preise

Wien (APA) - Der Jänner zählt in Österreich zu den besucherstärksten Kinomonaten, was nicht zuletzt am hochwertigen Programm liegt. Schließl...

Wien (APA) - Der Jänner zählt in Österreich zu den besucherstärksten Kinomonaten, was nicht zuletzt am hochwertigen Programm liegt. Schließlich kommen in dieser Zeit zahlreiche Oscar-Anwärter in die Kinos, u.a. die Edward-Snowden-Doku „Citizenfour“ oder „Birdman“ mit Michael Keaton. Aber auch Filmmuseum und Filmarchiv locken mit großen Retrospektiven, bevor die Österreichischen Filmpreise verliehen werden.

Retrospektive Oskar Werner im Metro Kinokulturhaus (gesamter Jänner): Die im Dezember begonnene und äußerst umfangreiche Retrospektive zum filmischen Werk des Schauspielers Oskar Werner läuft noch den gesamten Jänner über im Wiener Metro Kinokulturhaus. „Was mich nicht interessiert, das spiele ich nicht“, sagte Werner einst und lehnte in zwölf Jahren Hollywood mehr als 300 Filme ab. Was zwischen 1948 und 1976 entstand, ist jedoch absolut sehenswert.

Retrospektive Vittorio De Sica im Filmmuseum (ab 9. Jänner): Vor 60 Jahren war der zweifache Oscar-Preisträger Vittorio De Sica (u.a. für „Fahrraddiebe“) einer der berühmtesten und geachtetsten Filmemacher der Welt - und eine Art Synonym für den globalen Erfolg des italienischen Neorealismus. Heute gilt er als eine Art „historischer Überhang“, wie das Filmmuseum schreibt. Höchste Zeit, den Regisseur und Schauspieler mit 34 Filmen von 1941 bis 1970 wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Golden Globes und Oscar-Nominierungen (11. bzw. 15. Jänner): Auch wenn in diesem Jahr keine heimischen Filme an vorderster Front um die wichtigsten US-Filmpreise mitrittern werden, so gibt es doch zumindest wieder einen Österreichbezug: Mit dem zweifachen Oscar-Preisträger Christoph Waltz als Hauptdarsteller in Tim Burtons „Big Eyes“ darf man hierzulande wieder einmal mitfiebern. Die Oscars selbst werden dann traditionell erst einige Wochen später verliehen.

Die Nacht der Programmkinos (23. Jänner): Mit Premieren, Previews, Filmen zum Wiedersehen und eigens erstellten Spezialprogrammen feiern die österreichischen Programmkinos bereits zum vierten Mal die Faszination des Arthaus-Films. Ging es zu Beginn bei diesem Tag der offenen Tür nicht zuletzt um den Digitalisierungsdruck, machen die Lichtspieltheater heute vor allem Werbung in eigener Sache - und diesmal nicht zuletzt gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Kinotickets.

Österreichischer Filmpreis (28. Jänner): Im Wiener Rathaus findet heuer die fünfte Vergabe der Österreichischen Filmpreise statt. Als großer Favorit geht „Das finstere Tal“ von Andreas Prochaska ins Rennen, der Alpenwestern holte Nominierungen in zehn von 14 möglichen Kategorien. Dicht dahinter rangieren „Amour fou“ von Jessica Hausner und „Macondo“ von Sudabeh Mortezai. Die Wahl wird von der Akademie des österreichischen Films unter den mehr als 300 Mitgliedern anonym durchgeführt.

(S E R V I C E - www.metrokino.at ; www.filmmuseum.at ; www.oesterreichische-filmakademie.at ; www.programmkino.at)