Zum vierten Mal im Buch der Rekorde
Von Catharina Oblasser...
Von Catharina Oblasser
Nußdorf-Debant –Er radelt und radelt: Ulrich Mattersberger sitzt trotz seiner 60 Jahre noch immer fest im Sattel seines Ergometers. Und das meist stundenlang. Täglich fünf Stunden Sport wie Radeln, Krafttraining oder Walken stehen bei dem Pensionisten aus Nußdorf-Debant auf dem Programm, Gesellschaft leistet ihm dabei oft Sohn Felix, selbst ein ausgezeichneter Läufer und Triathlet. Dem Leistungssport hat sich Mattersberger schon seit 35 Jahren verschrieben. Er holte sich in dieser Zeit einige Tiroler und österreichische Meistertitel und gewann mit seinem Team auch einmal den Dolomitenmann.
Das harte Training macht sich für Mattersberger bezahlt. Vor Kurzem schaffte er in Bad Waltersdorf seinen vierten Eintrag ins Buch der Rekorde. „Wir waren ein Team von zwölf Sportlern und haben unter Aufsicht eines Notars einen Staffeltriathlon mit Schwimmen, Radfahren und Laufen bewältigt“, erzählt Mattersberger. Auch die anderen Rekorde können sich sehen lassen. So schaffte der Ausdauersportler in Innsbruck 1017 Kilometer in 24 Stunden, erradelte in einer Stunde in Wien 70,96 Kilometer und brauchte für 100 Kilometer nur 88,13 Minuten.
Wichtig ist für den Osttiroler, dass auch andere etwas von seinen Anstrengungen haben. Über Sponsorenverträge werden bei Benefizveranstaltungen für jeden Kilometer, den Mattersberger auf dem Ergometer abspult, bestimmte Summen an wohltätige Organisationen überwiesen. „Dazu gehören Licht ins Dunkel, Ärzte ohne Grenzen oder Osttirol für Jalimo“, zählt Ulrich Mattersberger auf. Er schätzt die Summe der in den letzten 20 Jahren erradelten Spenden auf mehr als 500.000 Euro.
Um mental fit zu bleiben und die stundenlange anstrengende Bewegung auch psychisch zu verkraften, setzt der 60-Jährige auf ein Rezept, das simpel klingt. „Bei meinem 24-Stunden-Weltrekord in Innsbruck habe ich zum Beispiel nur an die Minuten gedacht, die ich schon hinter mir habe, nicht an das, was noch kommt.“