voestalpine-Chef will mit gelockerten Klimaregeln weitersegeln

Wien/Linz (APA) - Der Chef der voestalpine, Wolfgang Eder, derzeit auch Präsident des Weltstahlverbandes Worldsteel, hofft auf realistischer...

Wien/Linz (APA) - Der Chef der voestalpine, Wolfgang Eder, derzeit auch Präsident des Weltstahlverbandes Worldsteel, hofft auf realistischere Klimaschutzziele der EU beim nächsten Gipfel in Paris 2015. Die derzeit noch angedachten Grenzwerte seien „technologisch nicht möglich“. Bleibe die EU beim aktuellen Wert, müsse die Stahlindustrie „die Segel streichen“, sagte er im Ö1-Mittagsjournal am Montag.

Von einer Abwanderung geht Eder aber nicht aus, weil er ein Umdenken der Politik samt „erster Ansätze realistischerer Einschätzungen“ ortet, wie er weitererklärte. „Im Dezember nächsten Jahres beim Gipfel in Paris erwarte ich mir relativ große Klarheit über die wirkliche Voraussetzung für eine langfristige Stahlerzeugung in Europa zu kriegen“, so Eder. Es gehe um realistische Grenzwerte, die man mit technischen Mitteln erreichen könne - diese seien gut, könnten aber „nicht utopisch“ sein, so Eder.

Im Weltstahlverband Worldsteel kann Eder problematische Stahl-Überkapazitäten in China nicht konkret thematisieren. „Das ist kartellrechtlich kritisch, die Firmen selbst dürfen das nicht untereinander besprechen.“ Im Verband selbst könne man das Ausmaß diskutieren, nicht aber Details.

Insgesamt bekommt die Stahlindustrie die schwache Konjunktur und geringe Investitionen speziell zu spüren. Also glaubt Eder, dass Europa die Wirtschaft nur durch Investitionen wieder ankurbeln kann. Zudem hofft er auf das EU-Konjunkturpaket zur Anschubfinanzierung, um weitere Projekt-Investoren anzulocken.

~ ISIN AT0000937503 WEB http://www.voestalpine.com ~ APA306 2014-12-29/14:59