Italiens Premier schließt „griechische Krise“ in Italien aus

Rom (APA) - Italiens Premier Matteo Renzi hat entschieden die Gefahr einer „griechischen Krise“ in seinem Land ausgeschlossen. Die Wirtschaf...

Rom (APA) - Italiens Premier Matteo Renzi hat entschieden die Gefahr einer „griechischen Krise“ in seinem Land ausgeschlossen. Die Wirtschaftssysteme der beiden südeuropäischen Länder seien verschieden, Italien sei wirtschaftlich stärker als Griechenland, betonte der Regierungschef. Italien werde sich im neuen Jahr von der schweren Rezession erholen, in der es seit drei Jahren steckt.

In Italien herrsche „Sorge und Mangel an Vertrauen“ in die Perspektiven des Landes. „2015 wird für das Land entscheidend sein“, betonte der Premier, der die Resultate seiner Regierung in ihrer zehnmonatigen Amtszeit auflistete. Zu seinen größten Erfolgen zählte Renzi die kürzlich verabschiedete Arbeitsmarktreform, die mit mehr Flexibilität die Beschäftigung im Land ankurbeln soll.

Der 39-jährige Renzi schloss aus, dass es zu Schwierigkeiten bei der Wahl eines Nachfolgers für Staatsoberhaupt Giorgio Napolitano kommen werde, der voraussichtlich im Jänner seinen Rücktritt einreichen wird. „Wir werden in der Lage sein, einen Kandidaten für Napolitanos Nachfolge zu finden, der die Mehrheit im Parlament erhält“, betonte der seit Februar amtierende Sozialdemokrat. Als möglicher Kandidat gilt der Ex-EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, heißt es im politischen Rom. Renzi zeigte sich zuversichtlich, dass seine Regierung bis Ende der Legislaturperiode 2018 im Sattel bleiben werde.