Ski alpin: Gagnon, Zuzulova die Pechvögel des letzten Rennens 2014
Kühtai (APA) - Neben den strahlenden Gewinnerinnen waren beim letzten Weltcuprennen des Jahres 2014 auch die größten Pechvögel schnell gefun...
Kühtai (APA) - Neben den strahlenden Gewinnerinnen waren beim letzten Weltcuprennen des Jahres 2014 auch die größten Pechvögel schnell gefunden. Die Kanadierin Marie-Michelle Gagnon stürzte im Kühtai als Halbzeit-Vierte auf dem Weg zum möglichen Slalomsieg vor den Augen ihres US-Lebensgefährten Travis Ganong. Die Slowakin Veronika Velez-Zuzulova hatte Halbzeit-Bestzeit vor Augen, also sie zu Boden musste.
Gagnon hat vor knapp einem Jahr in Zauchensee mit der Super-Kombination ihren bisher einzigen Weltcupsieg gelandet. Auch dort war US-Abfahrer Ganong Daumendrücker gewesen. Einen Tag nach seinem ersten Weltcupsieg in der Abfahrt von Santa Caterina war das Glück der während des Winters in Maria Alm lebenden US-kanadischen Lebensgemeinschaft Ganong/Gagnong aber offenbar aufgebraucht.
Bemerkenswert ist auch die aktuelle Geschichte Zuzulovas. Vor zwei Jahren hatte sie am Semmering für den historischen ersten slowakischen Weltcupsieg überhaupt gesorgt. Zum Semmering-Ersatzrennen 2014 im Kühtai trat die verheiratete 30-Jährige aus Bratislava deshalb quasi als „Titelverteidigerin“ an - und das, obwohl sie sich im November beim Übersee-Training in Vail einen Meniskusriss zugezogen hatte.
Zuzulova war damals nach Europa zurückgeflogen, um sich operieren zu lassen. „Im letzten Moment habe ich aber entschieden, das auf nach der Saison zu verschieben“, erzählte Slowakin in Tirol. Dort war sie in Lauf eins klar vor der späteren Siegerin Mikaela Shiffrin gelegen, als sie drei Tore vor dem Ziel stürzte. „Ohne Schmerztabletten hätte ich überhaupt nicht fahren können“, erklärte die wie Shiffrin vom Österreicher Kilian Albrecht gemanagte Läuferin.