Bulgarien entließ Chef des Flüchtlingsamtes - Neue Migrationspolitik
Sofia (APA/dpa) - Bulgarien macht eine Kehrtwende in der Migrationspolitik. Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien sollen künftig nicht nur vorü...
Sofia (APA/dpa) - Bulgarien macht eine Kehrtwende in der Migrationspolitik. Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien sollen künftig nicht nur vorübergehend Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung erhalten, sondern auch integriert werden. Das sagte die Vizeministerpräsidentin der neuen Mitte-Rechts-Regierung, Meglena Kunewa, am Montag.
2015 werde zudem ein Nationalrat für Migrationspolitik seine Arbeit aufnehmen. Wegen mangelhafter Integration von Immigranten aus Krisengebieten wie Syrien wurde der Chef der Flüchtlingsbehörde, Nikolaj Tschirpanliew, am Montag entlassen.
Das ärmste EU-Land Bulgarien wird seit 2013 von der Ankunft von immer mehr Flüchtlingen überfordert. Wegen des schlechten Umgangs der Behörden mit den Flüchtlingen war das Balkanland mit einer EU-Außengrenze in die Kritik der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) geraten. Der nun entlassene Chef des Flüchtlingsamtes warf der AI vor, Lügen zu verbreiten.
In einer separaten Entwicklung trat der Chef der Grenzpolizei, Sacharin Penow, zurück. Hintergrund ist ein Unglück zu Weihnachten mit einem Fahrzeug der Grenzpolizei an einem kritischen Abschnitt der Landgrenze zur Türkei. Dabei kam der Fahrer ums Leben, 14 Grenzpolizisten wurden verletzt.