Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit leichten Abschlägen erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Negative Vorgaben aus Übersee dürften die europäischen Aktienmärkte am letzten Handelstag des Jahres mit l...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Negative Vorgaben aus Übersee dürften die europäischen Aktienmärkte am letzten Handelstag des Jahres mit leichten Abschlägen eröffnen lassen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 signalisierte mit minus 0,31 Prozent für den Leitindex der Eurozone einen Börsenstart im Minus.

Auch am deutschen Aktienmarkt ließ der der X-DAX als außerbörslicher Indikator für den Leitindex knapp eine Stunde vor Börsenbeginn eine um 0,30 Prozent tiefere Eröffnung bei 9.897 Punkten erwarten. Der verkürzte deutsche Handel dürfte in ruhigen Bahnen verlaufen. Die Frankfurter Börse beendet den regulären Handel bereits um 14 Uhr. An der Wall Street gab der Future auf den Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Montag moderat nach; an den Börsen Asiens ging es ebenfalls nach unten.

Trotz der vorgezogene Neuwahlen in Griechenland habe sich der europäische Aktienmarkt am Vortag erstaunlich robust präsentiert, sagte IG-Marktstratege Stan Shamu. Allerdings herrsche doch eine gewisse Vorsicht bei den Anlegern vor. Die hatten sich zuletzt immer wieder um ein Wiederaufflammen der Krise in dem von der Pleite bedrohten Land gesorgt.

Unter den Einzelwerten könnten BASF-Aktien nach dem Verkauf der Beteiligung am Erdgasprojekt South Stream einen Blick wert sein, auch wenn der Kurs im vorbörslichen Handel nicht großartig darauf reagierte. Beim Broker Lang & Schwarz verloren die BASF-Papiere zuletzt 0,19 Prozent. Wie der Chemiekonzern am Montagabend mitgeteilt hatte, geht der 15-Prozent-Anteil an der Pipeline gemäß dem Gesellschaftervertrag an den russischen Gazprom-Konzern. Über die Höhe des Kaufpreises vereinbarten die Parteien Stillschweigen, er soll aber dem von BASF eingesetzten Kapital entsprechen.

Dass die Ludwigshafener ihr investiertes Kapital zurückerhielten, sei sicher positiv, kommentierte ein Händler am Morgen. Immerhin habe BASF zu einem früheren Zeitpunkt das geplante Gesamtinvestment an South Stream auf 2 Milliarden Euro beziffert. Aus strategischer Sicht negativ sei aber die abgeschwächte Geschäftsbeziehung zum russischen Gas-Riesen.

Auch der italienische Energiekonzern Eni verkauft seinen 20-prozentigen Anteil an dem Projekt. Über die Höhe des Kaufpreises wurde ebenfalls nichts bekannt.

Autowerte dürften etwas stärker unter Verkaufsdruck stehen. Grund dafür ist die Ankündigung des weltgrößten Automobilherstellers Toyota, das diesjährige Absatzziel für China nicht zu schaffen. Es würde ihn nicht wundern, ähnliche Aussagen demnächst auch von BMW und anderen Wettbewerbern zu hören, sagte ein Börsianer. Bei Lang & Schwarz verloren BMW-Papiere zuletzt 0,47 Prozent, Daimler-Titel 0,60 Prozent und Volkswagen-Vorzugsaktien 0,37 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA069 2014-12-30/08:51