Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet
Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Dienstag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn ...
Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Dienstag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund zwei Punkte unter dem Schluss-Stand vom Montag (2.174,66) liegen.
Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.130 und 2.200 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.165 Punkten aus.
Am letzten Handelstag des Jahres erwarten Marktteilnehmer ein ruhiges Geschäft. Viele Anleger hätten ihre Weihnachtsferien bis Silvester verlängert, hieß es aus dem Handel. Schon am Vortag blieb das Handelsvolumen gering und heute schließt die Frankfurter Börse schon um 14.00 Uhr. Die Vorgaben aus Asien sind indessen klar negativ und von der Wall Street gab es keine eindeutigen Impulse.
Am Montag hatte der ATX 0,11 Prozent höher bei 2.174,66 Punkten geschlossen. Im Fokus stand die Präsidentschaftswahl in Griechenland. Nach dem dritten gescheiterten Versuch im griechischen Parlament eine Mehrheit für den einzigen Kandidaten Stavros Dimas zu finden, müssen nun am 25. Jänner Neuwahlen abgehalten werden. Aktienanleger zeigten sich in Athen geschockt. Die Börse rutschte zwischenzeitlich um über zehn Prozent ab, da in Umfragen die europakritische SYRIZA-Partei vorne liegt. Bei einem Wahlsieg könnte die Rettungspakete von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Frage gestellt werden. Dieser reagierte prompt und setzte die Hilfszahlungen für Athen aus. Die nächste Kredittranche könne erst ausgezahlt wenn, wenn nach den für Jänner geplanten Neuwahl eine neue Regierung gebildet worden sei, teilte der IWF am Montag mit.
Dennoch legten die europäischen Börsen, darunter auch der ATX, gegen Handelsende wieder zu. Die freundliche Eröffnung an den US-Börsen dürfte für Unterstützung gesorgt haben. Händler verwiesen zudem auf das dünne Handelsvolumen, wodurch kleinere Order größere Bewegungen auslösen können.
Unternehmensnachrichten blieben hingegen Mangelware. Europaweit zählten Bankwerte zu den größten Verlierern. In Wien knickten Erste Group 1,43 Prozent auf 19,37 Euro ein. Raiffeisen befestigten sich gegen den Trend nach mehrmaligen Vorzeichenwechsel 0,84 Prozent auf 12,62 Euro.
Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:
~ Do & Co +5,33% 62,30 Euro Zumtobel +3,91% 18,85 Euro Telekom Austria +2,32% 5,46 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:
~ Lenzing -3,06% 52,04 Euro Valneva -2,76% 4,19 Euro Kapsch TrafficCom -2,07% 17,97 Euro ~
~ ISIN AT0000999982 ~ APA070 2014-12-30/08:52